Nyon/Moskau. Eine Delegation des Russischen Fußballverbandes (RFS), unter Führung ihres Präsidenten Nikolai Tolstych, hat der Vereinigung Europäischer Fußballverbände (UEFA) einen offiziellen Besuch im schweizerischen Nyon abgestattet. Ziel war es, die Beziehungen zwischen dem RFS und der UEFA zu vertiefen und über die Situation des Fußballs in Russland zu sprechen.

Nikolai Tolstych traf bei dem Besuch mit UEFA-Präsident Michel Platini und weiteren UEFA- Offiziellen zusammen, dabei wurden auch die Beziehungen zwischen dem russischen Verband und dem europäischen Fußballdachverband erörtert. Die UEFA unterstützt die Fußballentwicklung in Russland schon seit einigen Jahren mit ihren Hilfsprogrammen wie zum Beispiel: dem HatTrick- und dem Entwicklungsprogramm für Frauenfußball (WFDP).

Das HatTrick- Programm basiert auf drei Säulen: Investment-Plan, Erziehung und finanzielle Unterstützung. Oberste Prämisse ist es, Einnahmen aus den wichtigsten UEFA-Wettbewerben dem Sport zurückzuführen und die nationalen Verbände dazu zu ermutigen, ihre Infrastrukturen zu verbessern und den Fußball damit weiterzuentwickeln.

„Zunächst einmal möchte ich Michel Platini für die Einladung danken, die UEFA zu besuchen“, sagte Tolstych, der zwischen 1974 und 1983 für Dynamo Moskau selbst Fußball gespielt hatte. „Auch möchte ich mich für die Gelegenheit bedanken, mit den Leitern verschiedener UEFA-Abteilungen zu sprechen. Mit ihnen konnte ich verschiedene Aspekte der Entwicklung des Fußballs in Europa diskutieren und ihnen habe ich meine Visionen und Pläne für die Einführung des Fußballentwicklungsprogramms in der russischen Föderation unterbreitet „.

„Für uns ist die Kooperation mit der UEFA von größter Bedeutung, und wir sind der UEFA und ihrem Präsidenten sehr dankbar für die gewährte Hilfe in Bereichen wie Erziehungsprogrammen, Fußball-Infrastruktur, Organisation von Wettbewerbssystemen und der Förderung des Jugend- und Kinderfußballs“, ergänzte der RFS-Präsident. Tolstych hatte nach seiner Wahl im September dieses Jahres erklärt, dass die Förderung des Nachwuchses in bestimmten Regionen des Landes ein grundlegender Faktor für die künftige Entwicklung des Fußballs in Russland sei. „Die Entwicklung der Fußball-Infrastrukturen in unserem Land ist von großer Dringlichkeit”, sagte Tolstych. „Dazu gehört der Bau von Fußballplätzen und Kleinspielfeldern, um so den Breitenfußball in verschiedenen Regionen zu fördern.“

Man müsse große Anstrengungen unternehmen, fuhr er fort, um gerade für die junge Generation attraktiv zu bleiben. „Wir hoffen, den Prozentsatz der landesweit im Fußball engagierten Menschen durch unsere Werbung für den Fußball entscheidend erhöhen zu können, der Ausbau der Infrastruktur wird es der Bevölkerung erlauben, unter komfortablen Umständen Fußball zu spielen.“

Die WM 2018 ist noch ein paar Jahre entfernt, aber selbstverständlich steht diese Endrunde ganz oben bei dem RFS. „Wir werden alle unsere Verpflichtungen termingerecht erfüllen“, versprach Tolstych. „Wir haben ein Organisationskomitee gegründet und seinen Arbeitsplan bestätigt und abgesegnet. Außerdem haben wir auch die örtlichen Organisationskomitees in den Gastgeberstädten gegründet“

Eine Vision von Nikolai Tolstych ist und bleibt das Vordringen vom russischen Fußball in die absolute Weltspitze. „Ich möchte erleben, dass Russland zu den führenden Fußballnationen gehört.“ Diesen Traum träumen derzeit viele Menschen in Russland, spätestens in sechs Jahren könnte er auch in Erfüllung gehen.

sotschi-2014.Ru