Sotschi. Das Internationale Olympische Komitee (IOC) hat gebeten das Ticket-Programm für die Olympischen Spiele 2014 in Sotschi, nach Manipulationsvorwürfen beim Kartenverkauf für London 2012, zu stoppen.

Die Ethik-Kommission des IOCs leitete vorige Woche eine Untersuchung ein, nachdem die britische „Sunday Times“ berichtete, dass 27 Beamte und Kartenverkäufer in 54 Ländern Tickets auf dem Schwarzmarkt zu überhöhten Preisen angeboten hatten.

Jetzt hat das IOC das Organisationskomitee Sotschi 2014 gebeten, ihr Ticket-Programm zu stoppen, bis die Untersuchungen abgeschlossen sind.

Ein IOC-Sprecher sagte: „Während dieses Prozesses haben wir gefragt, ob das Organisationskomitee Sotschi 2014 vorübergehend die Planung für ihr internationales Ticket-Programm verzögern könnte, bis wir die jetzige Situation überprüft haben. Dieses ist eine reine Vorsichtsmaßnahme.“

Weiterhin teilte der IOC-Sprecher mit: „Sotschi 2014 ist nicht von den Vorwürfen betroffen und wir arbeiten weiterhin eng mit ihnen zusammen, wie sie ihre Ticket-Programm für die Olympischen Winterspiele entwickeln können.“

Das Organisationskomitee Sotschi 2014 antwortete, dass sie gerne warten, bis sie weitere Hinweise vom IOC erhalten. „Wir werden alle Verfahren in angemessener Zeit und mit der Zustimmung des IOC bekannt geben“, erklärte Sotschi 2014. „Es ist selbstverständlich, dass wir auch weiterhin eng mit dem IOC über die Entwicklung unseres Ticket-Programms zusammenarbeiten.“

John Coates, Präsident des Australischen Olympischen Komitees (AOC) und auch Mitglied der IOC-Entscheidungskommission erklärte, dass Maßnahmen geschaffen werden müssen, um sicherzustellen, dass das Ticket-Verfahren für zukünftige Olympische Spiele über jeden Verdacht erhaben ist.

sotschi-2014.RU