Sotschi 2014: Sportler und Offizielle schwärmen von Olympischen Dörfern.

Sotschi 2014: Sportler und Offizielle schwärmen von Olympischen Dörfern.

Sotschi. In ihren Zimmern und im gesamten Gelände im Olympischen Dorf am Schwarzen Meer fühlen sich die Athleten wie im Urlaub: Rechts das Meer, links die mit Schnee bedeckten Berge und ein weitläufiges Gelände mit allen Annehmlichkeiten die sich ein Athlet wünscht.Der Ausblick vom Olympischen Dorf in Sotschi ist grandios. Auch von der gesamten Infrastruktur sind die Athleten hellauf begeistert.

„Es ist wie in einem Ferienclub, da muss man aufpassen, nicht in einen Urlaubsmodus zu verfallen”, sagte der deutsche Eisschnellläufer Alexej Baumgärtner, der sich mit seinem Vereinskameraden Nico Ihle ein Zimmer direkt am Strand teilt. „Es hat unsere Erwartungen übertroffen”, sagte auch Ihle rundum zufrieden. „Wir können sogar das olympische Feuer vom Balkon sehen, wenn es ab Freitag brennt.”

 

Auch für die 21 deutschen Eishockeyspielerinnen, die die vierte Etage des deutschen Dorf-Hauses komplett belegen, gibt es kaum Grund zu klagen. „Es passt alles”, meinte Torfrau Fiona Harrer. Nur Keeper-Kollegin Jennifer Harss nörgelte ein wenig: „Das Bad ist etwas spartanisch.”

Die Weitläufigkeit des Dorf-Geländes stört niemanden, ganz im Gegenteil. Außerdem haben die Gastgeber dafür auch für jedes Land verschieden farbige Fahrräder zur Verfügung stellen. „Die Holländer haben aber mehr vor der Tür”, scherzte Harrer über die Rad-verliebten Nachbarn.

Nur wenige Hinweise deuten darauf hin, dass das „Coastal Olympic Village” bis zum 23. Februar für den Großteil der 2.900 Athleten aus 87 Nationen der sicherste Ort der Welt ist. „Man sieht niemanden mit einer MP herumlaufen, wie 2010 in Vancouver”, berichtete Eisschnelllauf-Präsident Gerd Heinze.

„Bürgermeisterin” des Olympischen Dorfes ist die russische Olympiasiegerin im Stabhochsprung Jelena Issinbajewa. Sie konnte auch bereits in ihrer „kleinen Stadt“ IOC-Präsident Thomas Bach und die Exekutive begrüßen. „Das Dorf ist fantastisch”, bekräftigte der deutsche Chef des Internationalen Olympischen Komitees (IOC), der selbst dort ein Zimmer bezogen hat. Zudem lobte er die Nähe zu den Wettkampfstätten. „Die meisten Athleten können von ihren Betten aus zu den Sportstätten laufen. So etwas habe ich bei Olympischen Spielen nie gesehen.”

Nach einer Unterschriftenzeremonie an der Mauer des olympischen Waffenstillstands stürzte sich der gut gelaunte Bach kurz ins Vergnügen. In der Entertainment Halle spielte er Tischtennis.

In den Bergen von Krasnaja Poljana bietet außerdem das „Mountain Village” den Alpin-Skifahrern, den Bobfahrern oder den Rodlern ein ähnlich komfortables Zuhause. Die Biathleten und Skilangläufer sind in idyllischen Holzhütten des „Endurance Village” untergebracht. Allein für die deutschen Skispringer um Severin Freund und die deutschen Nordischen Kombinierer um Gold-Hoffnung Eric Frenzel ist ein „Sporthaus” in der Nähe der Schanze im „RuSki Gorki”-Sprungzentrum angemietet worden.