Moskau. Zweieinhalb Wochen nach Olympia will London auch die Paralympics (29. August bis 9. September) zu einem Fest des Sports und der Freude machen. 4.200 Athleten werden an elf Wettkampftagen und in 20 Sportarten gegeneinander antreten. Die russischen Behindertensportler sind gut gerüstet für ihren Auftritt in London.

In London ist die Olympia-Begeisterung auch auf die Paralympics riesen groß, viele Wettbewerbe sind bereits jetzt ausverkauft. Und auch der britische Humor scheint nicht zu kurz kommen. Der TV-Sender Channel 4 wirbt für die Paralympics mit einem Augenzwinkern in Richtung jüngst zu Ende gegangene Olympische Spiele: „Vielen Dank für das Warm-Up.“

An die russische Delegation, die zu den Paralympics-Wettkämpfen nach London fährt, werden keine allzu großen Erwartungen gestellt, ein erfolgreiches Abschneiden kann aber die Entwicklung des Behindertensports in Russland anspornen, sagte der russische Sportminister Vitali Mutko.

„Höchstwahrscheinlich werden wir das Resultat von Peking 2008 überbieten, dennoch setzen wir keine allzu hohen Ziele“, so Mutko im russischen Fernsehsender Rossija-2. „Dabei wurde für die Vorbereitung der Mannschaft alles nur Mögliche getan. Den Sportlern wurden die besten Sportstätten und medizinischen Zentren zur Verfügung gestellt. Die materielle und die moralische Belohnung werden ebenfalls auf hohem Niveau sein“, ergänzte Mutko.

Die russische Mannschaft, die 163 Athleten zählt, tritt in 12 der insgesamt 20 Sportarten an. Bei den letzten Sommer-Paralympics 2008 in Peking belegte Russland den achten Platz im Medaillenspiegel mit 18 Gold-, 23 Silber- und 22 Bronzemedaillen. Bei der feierlichen Verabschiedung der russischen Paralympics-Sportler im Kreml sagte Präsident Wladimir Putin, dass für die russischen Paralympicssieger die gleichen Prämien vorgesehen sind wie für die russischen Medaillengewinner der Olympischen Sommerspiele 2012.

China, USA, Großbritannien und auch die Ukraine sind die Konkurrenten für Platz eins im Medaillenspiegel. Mehr als 70 Prozent der Entscheidungen fallen im Schwimmen, Radsport und in der Leichtathletik.

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