Moskau. Der junge russische Rennfahrer Sergej Sirotkin wird in dieser Saison das Formel-1 Team Sauber als Testfahrer unterstützen und damit Schritt für Schritt an die Formel-1 herangeführt. Außerdem fährt Sirotkin in der kommenden Saison bei Fortec in der Formel Renault 3.5, aber nicht für Sauber in der Formel-1. Nach der Verpflichtung von Adrian Sutil und Esteban Gutierrez durch das schweizerische Team war für Sirotkin kein Platz mehr in einem Formel-1 Auto bei Sauber.

Im Jahr 2003 debütierte Sergej Sirotkin im Kart-Sport und wurde bereits 2006 Champion in Moskau. Darauf folgten zwei russische Meistertitel in den Jahren 2007 und 2008. Es gab zwei Dinge in Sirotkins Leben – Rennfahren und Schule. „Dass ich Rennen fahre, war nie wirklich ein Problem für meine Eltern. Als ich dann in die Schule kam, schien ihnen dieser Fokus erst wichtiger. Aber ich konnte sie durch meine guten Leistungen davon überzeugen, dass beides gleichermaßen wichtig ist.“

 

Um sich zu verbessern und sich härterem Wettkampf auszusetzen, verließ Sirotkin Russland und ging nach Europa. Während seiner kurzen Kart-Karriere außerhalb Russlands bestritt er KF3- und KF2-Meisterschaften und startete mit nur 15 Jahren im Formelsport. „Ich bin zum Kartfahren nach Europa gegangen und habe eine Menge gelernt. Das Problem war, dass ich ein bisschen zu schwer und zu groß für das Kart wurde.“ 2010 wurde er Dritter im Formel-Abarth Winter-Cup. Im darauffolgenden Jahr gewann er die Formel-Abarth European-Series und wurde Zweiter in der italienischen Formula-Abarth.

2012 wurde Sirotkin Dritter in der AutoGP und Fünfter in der europäischen und italienischen Formel-3-Serie. Zudem testete er im gleichen Jahr für die Renault World-Series und wurde 2013 Neunter in dieser Meisterschaft. Fahrer zu werden geht über das Cockpit hinaus. Nach seinem Schulabschluss begann Sirotkin 2012 an der Technischen Hochschule in Moskau zu studieren, was ihm ein gutes technisches Verständnis vermittelt.

„Wenn du etwas magst, sollte es dich auch herausfordern. Ich habe mal Fußball gespielt, ich mochte es und es hat Spaß gemacht, aber die Herausforderung fehlte. Rennfahren war immer etwas Besonderes für mich, der Drang zu gewinnen und mich zu verbessern, motiviert mich. Ebenfalls die Faszination für die Autos, wie sie funktionieren und wie weit man mit ihnen ans Limit gehen kann“, meint der ehrgeizige Russe. Sauber-Teamchefin Monisha Kaltenborn traut ihm eine große Zukunft zu: „Wir sehen, dass Sergei Talent hat. Er ist sehr fokussiert, ruhig und ganz bei sich. Unser Ziel ist es nach wie vor, ihn auf den Einstieg in die Formel-1 vorzubereiten.

Quelle: Formel1.de