Moskau. Nach Wassili Beresutski muss jetzt auch Roman Schischkin von Lokomotive Moskau für die Fußball-EM in Polen und der Ukraine verletzungsbedingt passen. Damit gehen der Sbornaja langsam die Verteidiger aus. Das russische Team hofft auf eine zahlreiche Fan-Unterstützung aus der Heimat.

Langsam wird es eng – Nationaltrainer Dick Advocaat muss nach der verletzungsbedingten Absage von Wassili Beresutski jetzt auch den zweiten Verteidiger Roman Schischkin aus seinem Kader streichen.

Der 25-jährige Linksverteidiger leidet laut des russischen Teamarztes an einer Gastritis. „Wir mussten ihn nach Hause schicken. Er hat Gewicht verloren und die Prognosen waren nicht gut“, sagte Chefcoach Advocaat.Nach dem neuerlichen Ausfall schrumpft der Kader der russischen Fußball-Nationalmannschaft auf 24 Spieler zusammen. Sein 23-köpfiges Aufgebot für die EM will Dick Advocaat nach dem Spiel am Freitag gegen den WM-Vierten Uruguay bekannt geben.

Für Dick Advocaat wird es das letzte Mal sein, dass er Russland betreut. Der 64-Jährige übernimmt nach der Europameisterschaft den PSV Eindhoven.

 

Die Fans sollen in die Stadien kommen

 

Die russische Nationalelf hofft auf ihre Fans. Mittelfeldspieler Igor Semschow hofft darauf, dass „in den Stadien mehr unserer Fans sitzen werden als gegnerische Fans“. Im Spiel gegen Co-Gastgeber Polen am 12. Juni in Warschau dürfte dieses aber schwierig werden.

Die Sbornaja möchte ihr Abschneiden von der Euro 2008 in Österreich und der Schweiz, als sie im Halbfinale ausschieden, dieses Mal wenigstens wiederholen, um spätestens bei der Fußball-WM 2018 im eigenen Land den großen Wurf zu landen.

 

Dementi über Quartierwechsel

 

Der russische Fußballverband dementierte unterdessen, dass das EM-Quartier in Warschau gewechselt werden sollte. Am 10. Juni findet vor dem Präsidentenpalast, nahe des Hotels der russischen Mannschaft, eine Veranstaltung zu Ehren des bei einem Flugzugabsturz im April 2010 verstorbenen Ex-Ministerpräsidenten Lech Kaczyinski statt. Polens Sportministerin, Joanna Mucha hatte die russische Delegation gefragt, ob diese eine Verlegung in Erwägung ziehe.