Baurückstand? Von was reden einige Medien? Foto: GK „Olympstroi“

Baurückstand? Von was reden einige Medien? Foto: GK „Olympstroi“

Sotschi. Russland hat nach Meinung des Präsidenten des Internationalen Olympischen Komitees (IOC), Jacques Rogge, keine Probleme mit der Organisation der Olympischen Winterspiele 2014 in Sotschi. Einige Medien verstreuen aber im Vorfeld von Olympia 2014 unnötige Panikmache.

„Die Spiele in Sotschi werden hervorragend sein. Mit der Organisation gibt es keine Probleme“, sagte Rogge während der Olympischen Spiele 2012 bei einem Treffen mit Journalisten im russischen Olympia-Club in London.

In verschiedenen Medien waren in der letzten Zeit Informationen über Verzögerungen bei der Errichtung von Olympia-Objekten in Sotschi aufgetaucht. Unter anderem hieß es, das zentrale Olympia-Stadion, in dem die feierliche Eröffnung stattfinden soll, werde kaum zum Eröffnungstermin am 7. Februar 2013 fertig sein. Ist das ein schlechter Witz? Schauen sie dazu auch in unsere Galerien, über den Fortschritt der Bauarbeiten in Sotschi.

Der Präsident vom Organisationskomitee „Sotschi 2014“ Dmitri Tschernyschenko kündigte an, dass im kommenden Winter 22 Testwettkämpfe in allen olympischen Disziplinen stattfinden werden. Insgesamt seien 370 Kilometer Straße, 300 Kilometer Eisenbahnstrecke, 100 neue Hotels und fünf Kraftwerke gebaut worden und der Flughafen „Adler“ wurde komplett modernisiert. Aktuell sind in Sotschi auf der laut Tschernyschenko „größten Baustelle Europas“ 55.000 Arbeiter beschäftigt. Und da soll das Olympia-Stadion nicht termingerecht fertiggestellt werden?

Die vom OK-Chef als „größte Herausforderung“ bezeichnete Bahnstrecke vom Olympiaort zur Skiregion Krasnaja Poljana, wo die Ski-Wettbewerbe stattfinden werden, sei zu 88 Prozent fertiggestellt. In nur 30 Minuten sollen die 48 Kilometer von Sotschi in die Berge überwunden werden.

Nach der Präsentation und dem Rechenschaftsbericht von „Sotschi 2014″ auf der 124. Session des IOCs, die vor zwei Wochen in London stattfand, gab es unter den Anwesend IOC-Mitgliedern viel Staunen und Anerkennung. Der für die Spiele im IOC verantwortliche Chef-Koordinator Jean-Claude Killy aus Frankreich sagte: „Es ist beeindruckend, wie rasant sich Sotschi in den letzten Monaten verändert hat. Die Sportler werden großartige Sportstätten und Möglichkeiten vorfinden.“

Vertreter des IOC haben sich jederzeit mit dem Stand der Vorbereitungen Sotschis sehr zufrieden gezeigt. Und es hat sich tatsächlich viel getan. Seit Sotschi vor fünf Jahren den Zuschlag für die Winterspiele bekam, hat dort eine enorme Verwandlung begonnen und ist auch sehr weit fertiggestellt.

Korruption um Sotschi?

Ja – es gibt Korruptionsfälle. Aber ganz ehrlich – wem wundert dieses wirklich in Russland? Doch nur ewigen „Nörglern“, die vielleicht noch nie in Russland waren und die wahren Gegebenheiten im flächenmäßig größten Land der Welt nicht kennen. Es ist doch keine neue Nachricht, dass es in Russland Korruption gibt. Andere Länder kämpfen dafür mit einer „Lobby Mafia“. Und zum Beispiel: Korruption bei der Fifa? Das gibt es doch auch nicht, laut Fifa-Präsident Joseph Blatter.?

Die Korruption in Russland lässt sich besiegen, wenn der Antikorruptionskampf zu einer gesamtnationalen Angelegenheit wird, schrieb Präsident Wladimir Putin in einem Artikel der Tageszeitung „Kommersant“. Zugleich warnt Putin vor der Versuchung, die Korruption mit Hilfe von Massenrepressalien bekämpfen zu wollen. „Der Antikorruptionskampf muss zu einer echten gesamtnationalen Angelegenheit und nicht zu einem Gegenstand von politischen Spekulationen, von Populismus und primitiven Lösungen werden.“

Kosten für Sotschi 2014

Welche Olympischen Spiele der Moderne haben nicht die ursprünglich kalkulierten Kosten in der Realität überstiegen? Keine! Die Olympischen Spiele 2012 in London waren fast viermal so teuer wie veranschlagt. In der Bewerbung um die Olympischen Spiele in London von 2005 waren ursprünglich einmal 2,4 Milliarden Pfund genannt. Mittlerweile lag der Etat bei 9,3 Milliarden Pfund. Dabei musste in London nicht komplett eine neue Infrastruktur aufgebaut werden – aber in Sotschi. Wovon nach den Olympischen Spielen 2014 nicht nur die Bevölkerung in und um Sotschi profitieren wird, sondern alle Menschen in Russland und auch im Ausland. Sotschi wird eines der besten und modernsten Urlaubsziele in Europa sein. Außerdem wird Südrußland auch zu einem innovativen Wirtschaftszentrum ausgebaut. Womit Russland, im weltweiten Vergleich, eine ganz neue Rolle und eine herausragende Position in Wissenschaft, Forschung und Entwicklung einnehmen wird.

Insgesamt sollten 25 Milliarden Euro in den Ausbau der Region und in die Organisation der Spiele fließen, sagt der russische Präsident Wladimir Putin. Die Betonung liegt auf den Ausbau der Region. Diese 25 Milliarden fließen nämlich nicht nur ausschließlich in Olympia 2014! Apropos Entwicklung der Region- wie war das eigentlich mit den „blühenden Landschaften“ in den neuen Bundesländern der BRD und wie steht es heute damit?

Rosa Chutor, der Skiort, in dem die Alpine-Wettbewerbe stattfinden werden, begann bereits im Jahr 2003 als 120 Millionen Euro teures Projekt. Nach der Ankündigung der Olympischen Spiele stieg die Zahl auf rund 1,6 Milliarden Euro, die unter anderem für den Bau von 100 Kilometer Skipisten verwendet wurden. Die harten Vorgaben des IOC haben die russische Baubranche dabei gezwungen, sich auch erstmals verstärkt auf grüne Technologie und Sicherheit zu konzentrieren. Und dieses wurde hervorragend realisiert.

Überschuss von mehr als 300 Millionen US-Dollar wird erwirtschaftet

Die Organisatoren der XXII Olympischen Winterspiele in Sotschi springen durch alle Reifen, bauen alle benötigten Sportarenen von Grund auf neu, erneuern die gesamte Infrastruktur und müssen sich dann auch noch mit dem gesamten verrückten Ärger, den Gegner dieser Winterspiele verbreiten, beschäftigen?

Nun, für die Organisatoren der Winterspiele 2014 in Sotschi sieht es sehr gut aus, in finanzieller Hinsicht – Dank einer Schiffsladung von in- und ausländischen Partnerschaften. Die Organisatoren haben bereits einen Gesamttopf von rund 1,2 Milliarden US-Dollar von in- und ausländischen Sponsoren erhalten. Dieses stellt bereits jetzt einen neuen olympischen Rekord da. Es wird aber auch noch beabsichtigt, sich weitere Transaktionen im Wert von weiteren 200 Millionen US-Dollar zu sichern. Dieses würde bedeuten, dass ein Überschuss von mehr als 300 Millionen US-Dollar erwirtschaftet wurde. Nicht schlecht, nicht wahr?

Auch wenn die globale Wirtschaft unberechenbar und hart ist, benötigen die Organisatoren der XXII Winterspiele in Sotschi nicht irgendwelche Hilfe von der russischen Regierung. „Wir sind wirklich zuversichtlich, dass wir kein Geld vom Staat beantragen“, sagte Dmitri Tschernyschenko. Weiterhin betonte er: „Es ist eine Verpflichtung des Staates, an den Spielen sich als Co-Investoren zu beteiligen, aber mein Ziel ist es, Geld als Gewinn zu erwirtschaften.“

60 Prozent dieser Gewinne sollen in sportliche Entwicklungen in Russland fließen, der Rest soll an das Nationale Olympische Komitee und das Internationale Olympische Komitee überwiesen werden.