Viel Lob und große Anerkennung vom IPC für den Stand der Vorbereitungen auf die Paralympics 2014.

Moskau/Sotschi. Sir Philip Craven, Präsident des Internationalen Paralympischen Komitees (IPC), hat vom russischen Vize-Ministerpräsidenten Dmitri Kosak für seinen herausragenden Beitrag zur Entwicklung der paralympischen Bewegung den prestigevollen Orden der Freundschaft erhalten.

Sir Philip Craven Craven war für zwei Tage nach Russland gereist, um die Vorbereitungen der Paralympischen Winterspiele 2014 in Sotschi zu besichtigen. Am Montag, den 14. Mai, nahm Sir Philip zusammen mit IPC Generaldirektor Xavier Gonzalez in Moskau die Auszeichnung entgegen, die der ehemalige russische Präsident Dmitri Medwedew im letzten Monat vergeben hatte. Den Orden erhalten vorwiegend russische Staatsbürger für Ausnahmeleistungen. Er wird jedoch auch Ausländern zugesprochen, die einen hervorragenden Beitrag zur freundschaftlichen und kooperativen Völkerverständigung leisten.

Der IPC-Präsident erklärte: „Ich fühle mich überaus geehrt, diese wichtige Auszeichnung von Vize-Ministerpräsident Dmitri Kosak zu erhalten. Es ist eine wunderbare Überraschung, die mich zutiefst berührt. Die paralympische Bewegung in Russland hat sich im Laufe der vergangenen Jahre stark entwickelt, und ich bin überzeugt, dass sie in den nächsten Jahren, in Folge der Paralympischen Winterspiele 2014 in Sotschi, erneut erheblich wachsen wird.

Die ersten Paralympischen Spiele in Russland stellen eine riesige Chance für die gesamte paralympische Bewegung dar. Vielen Dank an das örtliche Organisationskomitee für ihre hervorragende Arbeit. Ich bin überzeugt, dass das ganze Land die bevorstehenden Spiele so gut wie möglich nutzen wird, damit sie in Russland ein nachhaltiges Erbe für den Sport und für Menschen mit einer Behinderung hinterlassen.“

Russische Regierung hofft auf Vorbildwirkung

Während ihres Treffens mit Dmitri Kosak, der die Vorbereitungen für Sotschi 2014 betreut, wurden Sir Philip Craven und Xavier Gonzalez über die Weiterentwicklung der Barrierefreiheit in Sotschi informiert. Die Regierung hofft auf eine Vorbildwirkung: Das Projekt könne anderen russischen Städten als Vorbild für die gesellschaftliche Integration von Menschen mit Behinderung dienen.

Sir Philip Craven fragte außerdem, wie man für die bevorstehenden Paralympischen Spiele 2012 in London ein möglichst großes russisches Publikum gewinnen wolle.

„Wir arbeiten daran, die Londoner Paralympics im russischen Fernsehen vermehrt zu übertragen“, erklärte Kosak. „Wir planen außerdem, Zusammenfassungen der Events zu praktischeren Tageszeiten auszustrahlen, um ein breiteres Publikum anzuziehen.“

Sir Philip Craven besucht Sotschi

Von Moskau reiste der IPC-Präsident erstmals nach Sotschi. In dem russischen Urlaubsort am Schwarzen Meer werden die Paralymipschen Winterspiele 2014 ausgetragen. In Sotschi prüften Präsident und Generaldirektor des IPC die Sportstätten und die Infrastruktur der Stadt. Beide beeindruckte sowohl das Ausmaß des gestalteten barrierefreien Stadtgebiets, als auch die Intention der Organisatoren und der städtischen Behörden, die Zugänglichkeit sämtlicher Sportstätten für Menschen mit Behinderung zu gewährleisten.

Insgesamt werden 1.800 verschiedene Sportstätten bis zum Jahr 2014 barrierefrei, darunter der internationale Flughafen von Sotschi. Beinahe ein Drittel von ihnen ist bereits voll zugänglich.

Am Dienstag, den 15. Mai, begannen Sir Philip und Xavier Gonzalez ihren Besuch in Sotschi bei einem Treffen mit Bürgermeister Anatolij Pakhomow. Danach prüften sie während einer Stadtbesichtigung die Infrastruktur auf ihre Zugänglichkeit. Beide besahen zudem die Uhr, die die verbleibende Zeit bis zur Eröffnung der Paralympischen Winterspiele anzeigt: Sie beginnen in 661 Tagen, am 7. März 2014.

Später besuchten Präsident und Generaldirektor des IPC die Paralympischen Sportstätten des sogenannten Küsten-Clusters im Imeretinskaja-Tal, deren Bereitschaft für die Paralympischen Spiele schon weit fortgeschritten ist.

Sir Philip Craven erklärte: „Ich bin wirklich beeindruckt von den Vorbereitungen für die Paralympischen Winterspiele in Sotschi. Ein Großteil des barrierefreien öffentlichen Raumes entspricht bereits den hohen internationalen Ansprüchen des IPC. Alle Austragungsorte haben schon Form angenommen, ihre Infrastruktur ist an die Bedürfnisse von Menschen mit Behinderung angepasst. Es ist auch ein Meilenstein, was die Veranstaltung der innovativsten Paralympischen Spiele aller Zeiten angeht, die ich bereits freudig erwarte.“

Sotschi – Vorzeigestadt für Barrierefreiheit

Der Präsident des Organisationskomitees für Sotschi 2014, Dmitri Schernischenko, fügte hinzu: „Die bevorstehenden Paralympischen Spiele verwandeln Sotschi schon jetzt in eine Vorzeigestadt für die Barrierefreiheit. In der Gastgeberstadt der Olympischen und Paralympischen Spiele entwickelt sich jegliche Infrastruktur hin zu einer besseren Zugänglichkeit für Menschen mit Behinderung. Ich bin sicher, dass der öffentliche Raum dank der Paralympischen Spiele behindertengerecht wird, und dass sich diese Entwicklung auch in andere russische Städte ausbreitet.“

Die Paralympischen Winterspiele 2014 in Sotschi finden vomn 7. bis 16. März 2014 statt. Sie bieten offizielle Wettkämpfe in Ski Alpin, Ski Nordisch, Schlitten-Eishockey und Rollstuhlcurling. Vor kurzem wurde bekannt gegeben, dass erstmalig zwei Para-Snowboard Wettkämpfe das Ski Alpin Programm ergänzen werden. Die Qualifikationskriterien für die Paralympischen Winterspiele 2014 in Sotschi werden am Montag, den 28. Mai 2012, veröffentlicht.

Quelle: Pressemitteilung des IPC

sotschi-2014.RU