Wegen Bauverzögerungen in Sotschi am Flughafen wurde jetzt eine Geldstrafe von Olympstroj verhängt.

Wegen Bauverzögerungen in Sotschi am Flughafen wurde jetzt eine Geldstrafe von Olympstroj verhängt.

Sotschi. Die russische staatliche Olympia-Gesellschaft Olympstroj verhängte eine Strafzahlung gegen die Holding „Basic Element“ in Höhe von 14,7 Millionen Rubel (370.000 Euro) – „Basic Element“ gehört Oleg Deripaska. Der Oligarch muss diese Strafe leisten wegen nicht eingehaltener Umbaufristen am internationalen Flughafen von Sotschi in Adler.

Dieses berichtete die russische Zeitung „Iswestija“. Vor ein paar Wochen hatten einige Oligarchen, darunter auch Oleg Deripaska, einen Brief am damaligen Ministerpräsidenten Wladimir Putin geschrieben, worin sie sich über die staatliche Olympia-Gesellschaft Olympstroj beschwert hatten.

In ihrem Schreiben an Ministerpräsident Putin forderten die Oligarchen einen Ausgleich ihrer durch Olympstroj verursachten finanziellen Verluste. Olympstroj hätte verspätet benötigte Baugenehmigungen erteilt und deswegen sei es zu Bauverzögerungen gekommen.

Schätzungen zufolge könnten die Gesamtkosten für die Olympischen Winterspiele 2014 in Sotschi inzwischen mehr als 30 Milliarden US-Dollar betragen. Ursprünglich hatten die Organisatoren ein Budget von 12 Milliarden US-Dollar budgetiert.

Wer ist Oleg Deripaska?

Der 43-jährige Oleg Deripaska ist einer der jüngsten russischen Oligarchen und mit einem geschätzten Vermögen von 16,8 Milliarden US-Dollar der sechsreichste Mann Russlands.

Über die zu 100 Prozent in seinem Besitz befindliche Investmentgesellschaft und Vermögensholding „Basic Element“ kontrolliert Deripaska seine Unternehmensbeteiligungen.

Diese sind unter anderem 66 Prozent an RUSAL (weltweit größte Hersteller von Aluminium), etwa fünf Prozent der General-Motors-Aktien und mehrere kleinere Beteiligungen an Stromerzeugern, Flugzeugbauunternehmen und Holzkonzernen, die der Absicherung seines Aluminiumimperiums dienen (z. B. billiger Strom für die Aluminiumwerke).

Im Jahr 2010 erwarbt Deripaska einen Anteil in Höhe von 17 Prozent am österreichischen Bauunternehmen „Strabag“ und besitzt noch bis 2014 eine Option auf weitere 7 Prozent.