Sotschi. Elisabeth „Lizz“ Görgl ist Österreichs bekannteste Skirennläuferin. Als Allrounderin konnte sie Podestplätze in allen Weltcup-Disziplinen feiern. Ihr bisher größter Erfolg war der Doppel-Weltmeistertitel 2011 in Garmisch-Partenkirchen – im Super-G und in der Abfahrt. Dieses Jahr wurde Lizz Görgl auf der Olympiastrecke von 2014 in Sotschi hervorragende Zweite in der Abfahrt. Hier das Interview, welches Elisabeth Görgl „sotschi-2014.RU“ gab.

Vielen Dank Frau Görgl, dass Sie „sotschi-2014.RU“ die Gelegenheit zu diesem Gespräch geben.

 

 Elisabeth Görgl: Sehr gerne geschehen.

 

 Frau Görgl, zuerst einige Fragen zur Saison 2010/11. Sie sind bei der Ski-WM in Garmisch-Partenkirchen Doppel-Weltmeisterin geworden, spielen die beiden Goldmedaillen noch häufig in Ihren Gedanken eine Rolle?

 

 Elisabeth Görgl: Natürlich, das war mein bisher größter Erfolg und auf den bin ich sehr stolz.

 

Wie weit haben die beiden WM-Titel Ihr Leben verändert? Hat sich überhaupt etwas verändert?

 

 Elisabeth Görgl: Mein Bekanntheitsgrad ist um einiges gestiegen, dementsprechend sind viele interessante Anfragen öffentlichen Interesses und ich für meinen Teil habe eine schöne Bestätigung gefunden.

 

 Bei der Eröffnungsfeier der Ski-WM in Garmisch-Partenkirchen haben Sie die WM-Hymne gesungen. Hat Sie dieses nicht aus Ihrer Konzentration auf die Wettkämpfe gebracht?

 

Elisabeth Görgl: Nein, denn es war alles gut durchgeplant.

 

 Sie sind im vorigen Jahr auf Grund ihrer sportlichen Erfolge in der Saison 2011/12 zum ersten Mal Sportlerin des Jahres in Österreich geworden. Was bedeutet Ihnen diese Auszeichnung?

Elisabeth Görgl: Sehr viel. Es ist eine große Auszeichnung Sportlerin des Jahres im eigenen Land zu werden.

 

 Bei der Weltcup-Abfahrt in Sotschi sind Sie in diesem Jahr hervorragende Zweite geworden. Inwiefern denkt man in Sotschi schon an die Olympischen Winterspiele in knapp zwei Jahren?

 

Elisabeth Görgl: Das war während des Aufenthaltes dort natürlich immer präsent. Dementsprechend fokussiert habe ich meine Arbeit gemacht.

 

 Wie hat ihnen die Abfahrtstrecke in Sotschi gefallen?

 

 Elisabeth Görgl: Sehr gut.

 

 Bekommt man auf Anhieb einen Eindruck, ob das eine Strecke ist, die einem liegt oder die eher gut für die Konkurrenz ist?

 

 Elisabeth Görgl: Man bekommt einen Eindruck, weiß aber, dass bis dorthin noch viel Zeit vergeht und sich noch viel verändern kann – Pistenverhältnisse ect.

 

 In Sotschi wird viel gebaut, belastet man sich als Spitzensportler auch mit den Gedanken an die Baumaßnahmen und an Eingriffe in die Natur?

 

 Elisabeth Görgl: Natürlich interessiert mich die Natur. Ich hoffe, dass die Verantwortlichen ausgewogene Lösungen finden um Mensch und Natur nebeneinander existieren lassen zu können.

 

 Haben sie etwas von der Stadt Sotschi gesehen? Wie gefällt ihnen die Stadt?

Elisabeth Görgl: Nein, habe die Stadt leider noch nicht gesehen.

Der internationale Ski-Weltverband (FIS) und die italienische Firma Dainese enthüllte im Januar diesen Jahres im österreichischen Kitzbühel ein Airbag-System für Skirennfahrer, das bis zu den Olympischen Winterspielen 2014 in Sotschi einsatzbereit sein soll. Noch ist die „D-air“ genannte Innovation ein Prototyp, sie soll aber bis zu den Olympischen Winterspielen 2014 in Sotschi ausgereift sein. Wie denken sie über dieses System und wie sehen Sie die Entwicklung in Punkto „Sicherheit“ im alpine Rennsport?

Elisabeth Görgl: Jede Maßnahme die in punkto Sicherheit getroffen wird ist gut und ich bin der Meinung, dass sich auf Grund der vielen Diskussionen immer mehr tut.

Auch wenn die olympischen Winterspiele 2014 noch weit weg sind und vorher noch eine WM in Ihrer Heimat in Schladming kommt – gibt es schon die Vision für Sotschi 2014?

Elisabeth Görgl: Natürlich freue ich mich auf die Olympischen Spiele. Es ist eine große Ehre dabei zu sein und ich hoffe in Sotschi Erfolge feiern zu können.

Haben Sie eine Ahnung, wohin Ihre persönliche Reise geht?

Elisabeth Görgl: Ja, ich habe Ziele und Vorstellungen und Grundbedürfnisse denen ich gerecht werden möchte.

Wäre es ein schöner Traum, in zwei Jahren in Sotschi als Olympiasiegerin abzutreten oder planen Sie über Sotschi 2014 hinaus?

Elisabeth Görgl: Es wäre ein schöner Traum in Sotschi Olympiasiegerin zu werden. Die Planung für die Zeit nach Sotschi lasse ich noch offen.

Frau Görgl, ich bedanke mich ganz herzlich für das von Ihnen uns gewehrte Interview und wünsche Ihnen für Ihre weitere sportliche Karriere und auch für Ihr Privatleben alles erdenklich Gute.

Elisabeth Görgl: Auch ich danke Ihnen.

Das Interview führte Harald Gleißner.

Weiterführende Informationen finden Sie hier, auf der Internetpräsenz von Elisabeth Görgl: http://www.lizz.at/