Im Luschniki-Stadion werden das Eröffnungsspiel und das Finale der WM 2018 ausgetragen.

Im Luschniki-Stadion werden das Eröffnungsspiel und das Finale der WM 2018 stattfinden.

Moskau. Mit einer feierlichen Zeremonie wurden die elf Städte gestern bekanntgegeben, in denen die 64 Spiele der 21. Fußball-Weltmeisterschaft 2018 in Russland stattfinden werden. Überraschend müssen Krasnodar und Jaroslawl auf WM-Spiele vor Ort verzichten. In Moskau werden das Eröffnungsspiel und das Finale der WM 2018 ausgetragen.

Der russische TV-Sender „Kanal Eins“ übertrug die offizielle Bekanntgabe der Austragungsorte der Fußball-WM 2018 live. Fifa-Präsident Joseph Blatter und Russlands neuer Nationaltrainer Fabio Capello verkündeten die elf Spielorte.

2018 werden in Wolgograd, Saransk, Moskau, Kaliningrad, St. Petersburg, Kasan, Nischni Nowgorod, Sotschi, Samara, Rostow und Jekaterinburg am Ural WM-Spiele ausgetragen. Dagegen wurden Krasnodar und Jaroslawl am Samstag von der Liste gestrichen.

Für die erste WM in Russland sind zwölf Stadien vorgesehen: In Moskau werden zwei Arenen genutzt – das Luschniki-Stadion, in dem das Eröffnungsspiel und das Finale ausgetragen werden, und das Spartak-Stadion.

„Die Verkündung der Austragungsorte war der erste konkrete Schritt auf dem Weg zur WM 2018″, sagte Joseph Blatter. Blatter lobte auch ausdrücklich die Organisatoren: „Wir sind eindeutig dem Zeitplan ein Jahr voraus. Ich denke, Russland wird die beste WM der Geschichte austragen“, sagte Blatter.

Die Gesamtkosten für die Fußball-WM werden auf rund 15 Milliarden Euro beziffert. Eingerechnet wurden die Baukosten für die neuen Stadien und auch Investitionen in Infrastruktur, Hotels, Transport und Sicherheit, sagte der russische Sportminister Witali Mutko. Die Hälfte der Kosten sollen private Investoren tragen.

Russland wird auch den Confederations Cup 2017 austragen. Insgesamt werden mehr als 1,5 Millionen Gäste aus dem Ausland erwartet. Russland hatte sich bei der Vergabe für die WM gegen England und die gemeinsamen Bewerbungen von Spanien und Portugal sowie aus Belgien und den Niederlanden durchgesetzt.

In Jaroslawl und Krasnodar wird nicht gespielt zur WM 

Das Aus für Jaroslawl und das südrussische Krasnodar kam durchaus überraschend. Freude herrschte hingegen bei den Wackelkandidaten Wolgograd, Saransk und Kaliningrad.

Der Leiter des Organisationskomitees der WM 2018 Witali Mutko erklärte auf einer Pressekonferenz gegenüber Journalisten warum Krasnodar nicht berücksichtigt wurde.

„Wir wollten die Vielfalt von Russland zeigen und gingen von der Tatsache aus, dass in jedem Gebiet der Russischen Föderation eine Gastgeberstadt sein sollte. Und ein weiterer wichtiger Punkt ist, dass auch der Confederations Cup 2017 bei uns ausgetragen wird und alle Stadien bis dahin fertig sein müssen. In dieser Hinsicht ist in der Region Krasnodar Sotschi zuverlässiger“, erklärte Mutko.

Auf die Frage, warum Jaroslawl nicht in die Liste der Veranstaltungsorte aufgenommen wurde, antwortete Mutko: „Es können nicht komplett fertige Regionen verglichen werden, dieses ist nutzlos. Ein wichtiger Punkt war – wie die Stadt in das Konzept des Turniers passt, wie ich schon gesagt habe.“

Große Vorfreude in Russland

In gesamt Russland ist die positive Einstellung gegenüber der FIFA Fußball-Weltmeisterschaft 2018™ bereits überall stark ausgeprägt. Sechs Jahre vor Beginn der Fußball-WM in Russland gehen die Gedanken, Hoffnungen und Wünsche der russischen Bevölkerung in Richtung WM. Das Gefühl des Stolzes über die Ausrichtung des Turniers ist unter den Russen sehr stark ausgeprägt.

Die Russen haben auch großes Vertrauen in die Schritte, die das Lokale Organisationskomitee (LOK) und die russische Regierung zur Vorbereitung auf das WM-Turnier bereits eingeleitet haben. 74 Prozent der Bevölkerung sind überzeugt, dass das Turnier ein großer Erfolg wird. Bei weiten Teilen der Bevölkerung herrscht ebenfalls die Überzeugung vor, dass die Ausrichtung der FIFA Fußball-Weltmeisterschaft 2018™ auf die Verkehrsinfrastruktur des Landes, darunter Straßen, öffentliche Verkehrsmittel und Telekommunikation etc., langfristig positive Auswirkungen hat.

Die WM-Spielorte in der Übersicht

Moskau: Einwohner: 11,6 Millionen (offiziell) – Stadien: Luschniki (90.000 Plätze, nach geplantem Umbau), Spartak (46.990 Plätze, Fertigstellung 2014 geplant)

St. Petersburg: Einwohner: 5 Millionen – Stadion: Petrowski (69.501 Plätze, Fertigstellung spätestens 2013 geplant)

Jekaterinburg: Einwohner: 1,4 Millionen – Stadion: Zentralstadion (45.000 Plätze, Einweihung war 2011)

Nischni Nowgorod: Einwohner: 1,26 Millionen – Stadion: (44.000 Plätze, Fertigstellung 2017 geplant)

Samara: Einwohner: 1,2 Millionen – Stadion: Metallurg (44.198 Plätze, Fertigstellung bis 2017 geplant)

Kasan: Einwohner: 1,16 Millionen – Stadion: Zentralstadion (45.105 Plätze, Fertigstellung 2012 geplant)

Rostow am Don: Einwohner: 1,1 Millionen – Stadion: (43.702 Plätze, Fertigstellung 2016 geplant)

Wolgograd: Einwohner: 1 Million – Stadion: Siegesstadion (45.015 Plätze, Fertigstellung bis November 2017 geplant)

Kaliningrad: Einwohner: 431.500 – Stadion: (45.000 Plätze, Fertigstellung bis 2017 geplant)

 

Sotschi: Einwohner: 343.000 – Stadion: Olympiastadion (47.659 Plätze, Fertigstellung vor den Olympischen Winterspielen 2014)

Saransk: Einwohner: 300.000 – Stadion: Jubiläum (45.015, Fertigstellung bis 2017 geplant)

sotschi-2014.RU