Rubin Kasan gewinnt das erste Mal in seiner Vereins-Geschichte den russischen Fußball-Pokal.

Moskau. Rubin Kasan gewinnt das russische Fußball-Pokal-Finale mit 1:0 (0:0) gegen Dynamo Moskau. Der entscheidende Treffer gelang dem finnischen Nationalspieler Roman Eremenko in der 78. Minute. Für Rubin Kasan ist es der erste Cup-Triumph in der 54-jährigen Vereins-Geschichte. Im ausverkauften Zentralstadion von Jekaterinburg war dieser Pokal-Erfolg für Rubin Kasan vollkommen verdient. Das Team war über 90 Minuten die bessere Mannschaft, welches sich auch in der Statistik beweist – 56 Prozent der Spielanteile hatte Rubin und zudem die besseren Chancen.

In der 74. Minute hatte Dynamo schon Glück gehabt, als ein Schuss von Bibras Natcho nur die Latte traf. Vier Minuten später klingelte es dann aber im Tor von Dynamo – Roman Eremenko traf mit einem Schuss aus 25 Metern, der kurz vor der Torlinie noch aufsetzte. Bereits in der 17. Minute hatte Eremenko nur die Latte getroffen.

Rubin Kasan hat mit diesem Pokal-Erfolg eine verkorkste Saison gerade noch gerettet. In der Premier-Liga liegt die Mannschaft aus Kasan nur auf Platz sieben und hat dort keine Chance auf einen internationalen Startplatz mehr. Durch den gestrigen Sieg im Pokal-Finale darf das Team aber jetzt in der Europa-League starten.

Dynamo Moskau bleibt nun noch ein möglicher Champions-League-Qualifikations-Platz. Dafür muss Dynamo aber am letzten Spieltag bei Kuban Krasnodar gewinnen und gleichzeitig auf Schützenhilfe vom neuen Pokalsieger gegen ZSKA Moskau hoffen. Weiterhin müsste auch Lokomotive gegen Spartak im Moskauer-Ortsderby gewinnen. Wenn alles schief läuft für Dynamo spielt das Team aber sicher in der Europa-League.

Der ehemalige deutsche Nationalstürmer Kevin Kuranyi sagte nach dem Spiel: „Wir konnten heute nicht die Leistung zeigen, zu der wir normalerweise in der Lage sind. Rubin Kasan hat verdient gewonnen.“ Weiterhin äußerte der Stürmer von Dynamo: „Aber wir sollten nicht vergessen, dass wir eine überragende Saison gespielt haben.“ Während der 90 Minuten konnte Kuranyi seiner Mannschaft nicht besonders helfen. Als einzige Spitze hing Kuranyi völlig in der Luft und hatte somit einen sehr schweren Stand.

Neben Kevin Kuranyi liefen im russischen Pokalfinale gleich drei andere ehemalige Bundesliga-Spieler auf. Andrej Woronin (Hertha, Leverkusen) und Zvjezdan Misimovic, der zuletzt für Wolfsburg in der Bundesliga spielte, standen für Dynamo auf dem Platz. Der ehemalige Bremer und Dortmunder Nelson Valdez spielte für Rubin und konnte sich mit seinen Team-Gefährten über den Pokal freuen.

Rubin Kasan, der Meister von 2008 und 2009 und russischer Supercup-Gewinner von 2010, löste mit diesem Erfolg ZSKA Moskau als Pokal-Sieger ab.

Weitere Nachrichten zum gewählten Artikel von sotschi-2014.RU

 

sotschi-2014.Ru