Moskau. Die russische Sportzeitung „Sport-Express“ schreibt, dass der Spanier Josep Guardiola kurz vor einer Verpflichtung als neuer Nationaltrainer Russlands steht. Der Meldung zufolge hat der ehemalige Trainer vom FC Barcelona bereits einen Vorvertrag unterschrieben und soll am heutigen Freitag in Moskau eintreffen, um die Details für einen mehrjährigen Vertrag auszuhandeln.

Ergänzung um 21:00 Uhr (MEZ).

Die Spekulationsmühlen um die Nachfolge von Dick Advocaat sind um einen Namen reicher – Josep Guardiola. Der 41-jährige Spanier war vier Jahre als Chefcoach des FC Barcelona tätig. Im Apri dieses Jahres gab Guardiola bekannt, dass er seinen zum 30. Juni 2012 auslaufenden Vertrag mit dem FC Barcelona nicht verlängern werde. Mit 13 Titel ist er der erfolgreichste Trainer in der Geschichte des Vereins. Für Aufsehen sorgte Guardiola damit, dass er bei seinen Amtsantritt in Barcelona dem Star-Trio – Ronaldinho, Deco und Samuel Eto’o mitteilte, dass er nicht mehr mit ihnen plane.

Josep Guardiola äußerte noch vor wenigen Wochen, dass er sich jetzt erst einmal eine Auszeit nehmen will. „In den nächsten Monaten will ich meine Batterien wieder aufladen. Ich werde mich ausruhen und mich dann mit neuen Angeboten beschäftige“, sagte Guardiola gegenüber verschiedenen Pressevertretern. Jetzt sieht es aber anscheinend anders aus und er wird neuer Trainer der russischen Fußball-Nationalmannschaft. Es ist durchaus denkbar, dass Guardiola nach der stressigen Zeit in Barcelona die Arbeit als Nationaltrainer bevorzugt.

Weiterhin wird auch über andere Kandidaten auf das Amt als Nationaltrainer spekuliert – Fabio Capello ist immer noch im Gespräch. In finanzieller Hinsicht wäre ein Engagement in Russland mit Sicherheit für jeden Kandidaten eine lukrative Angelegenheit. Über die Finanzierungs-Möglichkeiten von Guardiolas Gehalt berichtete auch bereits die russische Presse: Leonid Fedun, Besitzer des Moskauer Premier-Liga Vereins Spartak Moskau, gab bekannt, dass er eine Verpflichtung des spanischen Trainers finanziell unterstützen würde.

Wenig Begeisterung würde ein Vertragsunterzeichnung Guardiolas in Russland wohl beim FC Bayern München auslösen. Die Münchner denken über eine Verpflichtung des Spaniers als Nachfolger von Jupp Heynckes nach und haben angeblich schon erste Gespräche mit Guardiola geführt.

Ergänzung um 21:00 Uhr (MEZ) –

Aufgrund zahlreicher Berichte, über einen möglichen neuen Kandidaten für den Posten des Chef-Trainers der russischen Fußball-Nationalmannschaft, veröffentlichte der Russische Fußballverband gerade eine offizielle Erklärung. In dieser gibt der RFS bekannt:

1. Bis heute hat der Russische Fußballverband keine Verträge mit möglichen Kandidaten für den Posten des Chef-Trainers abgeschlossen.

2. Am Dienstag den 10. Juli wird auf der offiziellen Website des Russische Fußballverbands eine Liste von Trainern veröffentlicht, mit denen der RFS Verhandlungen beginnen wird.

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