Moskau. Um lange Warteschlangen an der Grenze zu vermeiden, bittet der stellvertretende Botschafter Polens in Moskau Jaroslaw Ksiazek die russischen Fans früher nach Polen einzureisen. Außerdem riet er, beim Besuch der Europameisterschaft in Polen und der Ukraine kommunistische Symbole zu Hause zu lassen.

Wie die polnische Nachrichtenagentur PAP Vizebotschafter Ksiazek zitierte, wird damit gerechnet, dass die russischen Fans an den letzten Tagen vor Beginn der EURO 2012 (08. Juni) lange Wartezeiten an den Grenzen einplanen müssten, wenn sie nach Polen einreisen. „Es ist am besten ein paar Tage früher zu kommen, die Stadt anzusehen und mit anderen Fans zu reden“, so Ksiazek.

Der größte Andrang wird am Grenzübergang Brest – Terespol erwartet. „Natürlich hoffen wir, dass unsere weißrussischen Kollegen schnell arbeiten werden, weil sie sich der Bedeutung der Veranstaltung bewusst sind“, wird Ksiazek von PAP zitiert.

Ausschreitungen werden befürchtet

Auch T-Shirts mit Hammer und Sichel oder auch ein roter Stern könnten zu Konflikten mit polnischen Fans führen. Außerdem sind diese kommunistischen Symbole genau wie faschistische Symbole in Polen verboten, ergänzte Ksiazek.

Am 12. Juni, den Tag Russlands (Offizieller Nationalfeiertag Russlands), wird im Warschauer Nationalstadion das EM-Spiel zwischen Polen und Russland stattfinden. Sicherheitsexperten in Polen hoffen, dass dabei Ausschreitungen zwischen den beiden Fan-Blöcken ausbleiben.