Moskau. Anschi Machatschkala trifft in der Europa League in der Gruppenphase auf dem FC Liverpool, Udinese Calcio und Young Boys Bern. Rubin Kasan muss sich mit Inter Mailand,

Partisan Belgrad und Neftci Baku aus Aserbaidschan auseinandersetzen. Damit haben beide Premier-Liga-Vereine einige sportlich und finanziell attraktive Gegner zugelost bekommen.

Am Freitag wurden in Monte Carlo die Gruppen der Europa League ausgelost. Dabei bekamen beide russischen Vertreter attraktive Gegner.

Das Duell zwischen Anschi und FC Liverpool sticht dabei bei weitem heraus. Der Liverpooler lebten in den vergangenen Jahren vornehmlich von ihrer Vergangenheit, mit der Verpflichtung von Brendan Rodgers ist nun aber wieder Hoffnung aufgekommen. Der Trainer agiert mit harter Hand, nachdem sein Vorgänger Kenny Dalglish rund 100 Millionen Euro in neue Spieler investiert hatte. Am Donnerstag wurde nun Stürmer Andy Carroll für ein Jahr zu West Ham United ausgeliehen.

Gegen die „Reds“, die mit nur einem Punkt aus zwei Spielen enttäuschend in die englische Premier League gestartet sind, antreten zu dürfen, ist in jedem Fall ein Höhepunkt für das Team vom holländischen Trainer Guus Hiddink. Speziell der Auftritt an der legendären Anfield Road wird für die Spieler von Anschi zu einem Erlebnis werden.

Liverpool zählt mit 18 Meistertiteln, 7 FA-Cup-Trophäen und 8 Liga-Cups zu den erfolgreichsten Vereinen Englands. Auch die internationale Bilanz kann sich mit fünf Meistercup-Siegen und drei UEFA-Cup-Siegen durchaus sehen lassen.

Udinese Calsio aus Italien mit Topstar Antonio Di Natale wäre um ein Haar in der Champions League gelandet, schied aber wegen einer Dummheit von Stürmer Maicosuel aus. Im Elfmeterschießen gegen Braga versuchte sich der Brasilianer mit einem Heber à la Panenka, da der Torwart aber stehen blieb und den Ball ohne Schwierigkeiten halten konnte, wurde Maicosuel zum Versager des Abends.

Dritter Gruppengegner für Anschi Machatschkala ist Young Boys Bern aus der Schweiz. Die Young Boys sind bisher elfmal Schweizer Meister und sechsmal Schweizer Cupsieger. Die beste Zeit von dem schweizerischen Verein liegt aber auch schon etwas länger zurück – 1959 erreichten die Berner das Halbfinale des Europapokals der Landesmeister.

Rubin hat es etwas leichter

Für Rubin Kasan sollte das Spiel gegen Inter Mailand das High Light der Gruppenphase darstellen. Inter gewann in den 1960er-Jahren zweimal den Europapokal der Landesmeister, in den 1990er-Jahren dreimal den UEFA-Cup und 2010 die UEFA Champions League. Zudem ist der italienische Verein 18 Mal nationaler Meister und sieben Mal italienischer Pokalsieger geworden.

Dem serbischen Verein von Partisan Belgrad sollten genau wie Neftci Baku aus Aserbaidschan in der Gruppe H nur Außenseiterchancen eingeräumt werden. Wobei beide Teams auch jederzeit für eine Überraschung gut sein dürften und auf keinen Fall unterschätz werden sollten.

Die Europa League finanziell interessanter

Die Gruppenphase beginnt am 20. September und endet mit dem sechsten Spieltag am 6. Dezember. Jeweils die beiden Ersten der zwölf Gruppen qualifizieren sich für die Zwischenrunde, die am 14. Dezember ausgelost wird. Der Nachfolger von Atletico Madrid wird am 15. Mai 2013 im Finale in Amsterdam gekürt.

Finanziell wurde die Europa League in dieser Spielzeit deutlich aufgewertet. Es fließen insgesamt 208,75 Millionen Euro an die 48 Vereine. 1,3 Millionen Euro beträgt das Startgeld. Pro Sieg gibt es 200.000 Euro, pro Remis 100.000. Mit speziellen Bonifikationen kann der Europa-League-Sieger fast zehn Millionen Euro einspielen.

Die Auslosung im Überblick:

 

Gruppe A: Liverpool, Udinese, Young Boys, Anschi Machatschkala.

Gruppe B: Atletico Madrid, Hapoel Tel Aviv, Viktoria Pilsen, Academica Coimbra.

Gruppe C: Olympique Marseille, Fenerbahçe Istanbul, Borussia Mönchengladbach, AEL Limassol.

Gruppe D: Girondins Bordeaux, FC Brügge, Newcastle, Maritimo Funchal.

Gruppe E: VfB Stuttgart, FC Kopenhagen, Steaua Bukarest, Molde.

Gruppe F: PSV Eindhoven, Napoli, Dnjepr Dnjepropetrowsk, AIK Stockholm.

Gruppe G: Sporting Lissabon, FC Basel, Genk, Videoton Szekesfehervar.

Gruppe H: Inter Mailand, Rubin Kasan, Partizan Belgrad, Neftschi Baku.

Gruppe I: Olympique Lyon, Athletic Bilbao, Sparta Prag, Hapoel Kiryat Shmona (Israel).

Gruppe J: Tottenham Hotspur, Panathinaikos Athen, Lazio Rom, Maribor.

Gruppe K: Bayer Leverkusen, Metalist Charkiw, Rosenborg Trondheim, Rapid Wien.

Gruppe L: Twente Enschede, Hannover 96, Levante, Helsingborg.

sotschi-2014.RU