Moskau. Etwas überraschend aber letztlich völlig verdient bezwang Servette Genf den ZSKA Moskau, heute beim Spengler Cup in Davos, nach Verlängerung mit 4:3 (1:1, 1:2, 1:0, 1:0). Mit einem über die ganze Partie sehr konzentriertem und vor allem leidenschaftlichen Auftritt blieben die Genfer zum zweiten Mal in Folge siegreich und gewannen damit die Gruppe Torriani. Damit ist die Halbfinal-Qualifikation bereits erreicht. ZSKA muss dagegen jetzt Nachsitzen und morgen noch um den Habfinaleinzug kämpfen.

Dass der ZSKA Moskau dort (noch) nicht angekommen ist, ist die Folge eines eher minimalistischen Auftrittes. Phasenweise hatten heute die Moskauer ihre Qualität aufblitzen lassen, was aber nicht reichen sollte. Mit Sicherheit kann dieses Moskau den Spengler Cup immer noch prägen, allerdings muss hierfür eine höhere Leistungsbereitschaft folgen.

Im ersten Drittel jubelten die Moskauer schon nach dem ersten vernünftigen Angriff: Nach 135 Sekunden lenkte Garrett Staffort einen Schuss des offiziellen Torschützen Alexander Frolow ins

 

eigene Netz. Denis Hollenstein gelang sechs Minuten später der verdiente Ausgleich für Servette.

Insgesamt entsprach das Geschehen nach dem ersten Drittel auch dem Resultat. Vor allem dank hoher Einsatzbereitschaft konnten die Genfer das Spiel ausgeglichen gestalten und verzeichneten etwa gleich viele Möglichkeiten wie ZSKA. In einigen Momenten konnten die Russen markieren, was für Qualität in ihrer Mannschaft steckt.

Im zweiten Drittel war Servette lange Zeit näher am Führungstor, doch dieses erzielte Alexander Radulow nach 28 Minuten, als er der Abwehr entwischte und Torhüter Robert Mayer souverän bezwingen konnte. In der 30. Minute war es Sergej Fedorow, der 44-jährige Comeback-Star, der mit einem (harmlosen) Weitschuss im Powerplay auf 3:1 erhöhen konnte. Eine herrliche Kombination zwischen Pestoni und Torschütze Daugavins nutzt der Lette fünf Minuten vor Drittelsende zum Anschlusstreffer.

Fedorow war auch mitschuldig, dass Servette noch eine Verlängerung erzwingen konnte. Unmotiviert verlor er den Puck, den Alexandre Picard vier Minuten vor Drittelsende zum 3:3 einschieben konnte. In der 62. Minute schoss Daugavins mit seinem zweiten Tor die Genfer in das Halbfinale.

Genève-Servette – ZSKA Moskau 4:3 (1:1, 1:2, 1:0, 1:0) n.V.

Vaillant Arena: 6.303 Zuschauer (ausverkauft).

Schiedsrichter: Kurmann/Reiber, Fluri/Tscherrig.

Tore: 3. Minute – Frolow 1:0. 9. Minute – Hollenstein 1:1. 28. Minute -Radulow 1:2. 31. Minute – Sergej Fedorow 1:3. 35. Minute – Daugavins 2:3. 57. Minute – Picard 3:3. 62. Minute – Daugavins 4:3.

Strafen: 4mal 2 Minuten gegen Servette Genf, 3mal 2 Minuten gegen ZSKA Moskau

Gruppenphase

Gruppe Torriani

26.12. Genf Servette HC 5:0 Rochester Americans

27.12. ZSKA Moskau 4:3 Rochester Americans

28.12. Genf Servette HC 4:3 n.V. ZSKA Moskau

Gruppe Cattini

26.12. Team Canada 5:4 HC Vitkovice Steel

27.12. HC Davos 5:1 HC Vitkovice Steel

28.12. 20:15 Team Canada -:- HC Davos

Platz Mannschaft SP S N Tore Diff Pkt
Vorrunde Gruppe Torriani
1 Genf Servette HC 2 2 0 9:3 6 6
2 ZSKA Moskau 2 1 1 7:7 0 3
3 Rochester Americans 2 0 2 3:9 -6 0
Vorrunde Gruppe Cattini
1 HC Davos 1 1 0 5:1 4 3
2 Team Canada 1 1 0 5:4 1 3
3 HC Vitkovice Steel 2 0 2 5:10 -5 0
Die Gruppensieger stehen direkt im Halbfinale. Die Zweiten und Dritten spielen jeweils den weiteren Halbfinal-Teilnehmer aus.