Jewgeni Malkin dürfte auf alle Fälle in der KHL spielen.

Jewgeni Malkin dürfte auf alle Fälle in der KHL spielen.

Moskau. Der Tarifvertrag in der Eishockey-Profiliga in Nordamerika (National Hockey League (NHL)) endet an diesem Samstag und bisher ist keine Einigung im Tarifstreit zu erwarten. Jetzt erlaubt die Kontinental-Hockey-Liga (KHL) ihren Vereinen im Falle eines weiteren Arbeitskampfes in der NHL nur Topstars zu verpflichten.

Bei der Neuverpflichtung von Eishockeyspielern aus der NHL gelten in der KHL ab sofort strengere Kriterien. Jeder KHL-Club darf maximal drei NHL-Profis unter Vertrag nehmen. Bei den russischen Teams in der KHL darf darunter nur ein Ausländer sein. Das teilte die Liga, der auch Vereine aus Lettland, Weißrussland, Kasachstan, Tschechien, der Slowakei und der Ukraine angehören, am Dienstag mit.

Die NHL-Spieler, die abgeworben werden sollen, müssen mindestens 150 Spiele in den vergangenen drei Saisons vorweisen. Verpflichtet werden dürfen auch Spieler, die bereits in der KHL auf dem Eis standen, Teilnehmer einer Weltmeisterschaft oder bei Olympischen Spielen waren oder den Stanley Cup gewonnen haben.

Der NHL-Tarifvertrag endet an diesem Samstag, bisher ist keine Einigung in Sicht, aber bis zum 15. September muss eine Einigung erfolgen, da die Saison in der NHL regulär am 11. Oktober beginnen soll.

Die Ligavertreter fordern unter anderem, dass die Gewinnbeteiligung der Spieler von 57 Prozent auf 46 sinken soll – trotz Rekordeinnahmen von 3,3 Milliarden Dollar in der vergangenen Saison. Dagegen wehrt sich die Spielergewerkschaft NHLPA. Am Donnerstag soll es in Toronto zu neuen Gesprächen kommen.

Bereits in der Saison 2004/05 hatten sich Liga und Spielergewerkschaft nicht auf einen Arbeitsvertrag einigen können, die gesamte Spielzeit wurde abgesagt. Damals wechselten einige NHL-Stars nach Europa, um sich fit zu halten. Die vom Staatskonzern Gazprom finanzierte KHL hatte der NHL im Sommer einen Konkurrenzkampf angekündigt.

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