Judoka Tagir Chaibulajew bekommt seine verdienten Glückwünsche vom Präsidenten persönlich.

Judoka Tagir Chaibulajew bekommt seine verdienten Glückwünsche vom Präsidenten persönlich.

Judoka Tagir Chaibulajew hat beim olympischen Turnier in London die dritte Goldmedaille für die russischen Mattenkämpfer und für Russland insgesamt geholt. Der 28-Jährige besiegte im Finale der Gewichtsklasse bis 100 Kg den Mongolen Naidan Tuvshinbayar mit Ippon. Bronze ging an Dimitri Peters aus Deutschland und an den Niederländer Henk Grol.

Unter den Augen von Präsident Wladimir Putin gewann Tagir Chaibulajew die dritte Goldmedaille für Russland bei den Olympischen Spielen in London. Nach dem Kampf nahm Wladimir Putin den Olympiasieger in die Arme und gratulierte ihm persönlich.

Der in Dagestan geborene Chaibulajew ist seit 11 Jahren Judoka. Im vorigen Jahr wurde er in Paris Weltmeister und vor drei Jahren in Tiflis Europameister. Er ist auch Gewinner des World Cups und des Grand Prix in Abu Dhabi im Jahr 2009. Im Halbfinale bezwang Chaibulajaew den Deutschen Dimitri Peters, der in der Sowjetunion geboren wurde und dort auch bis zum achten Lebensjahr aufwuchs.

Bei diesem Finalkampf war neben Wladimir Putin auch Großbritanniens Premierminister David Cameron anwesend. Putin kam heute für einen Kurzbesuch nach London.

Vor ihrem Besuch bei Olympia hatten die beiden Politiker in der Downing Street über die Lage in Syrien sich ausgetauscht. Außerdem ging es bei dem Treffen um Menschenrechte und um bilateralen Handel.

„Wir erwarten einen Meinungsaustausch und eine weitere Gelegenheit, die britische Seite über unsere Argumente für die ausgesprochen konsequente, klare und transparente Position Russlands in Kenntnis zu setzen“, sagte Putins Pressesekretär Dmitri Peskow. Unter anderem sollen Putin und Cameron die bilaterale Zusammenarbeit in der Energiewirtschaft diskutieren, fügte der Pressesprecher hinzu.

Der Besuch von Präsident Putin bei den Judowettkämpfen war mehr als nur ein Pflichtbesuch. Er ist selbst ein ausgezeichneter Judo-Kämpfer und trägt den schwarzen Gürtel. Putin ist auch Ehrenpräsident des Internationalen Judoverbandes. Londons Bürgermeister Boris Johnson forderte Putin im Scherz auf, auch mitzukämpfen – diesem folgte aber Putin logischer Weise nicht. Er wechselte seinen Anzug nicht gegen einen Judoanzug und blieb auf der Tribüne sitzen.

sotschi-2014.Ru