Russland ist und bleibt das Maß aller Dinge im Synchronschwimmen.

Russland ist und bleibt das Maß aller Dinge im Synchronschwimmen.

London. Am elften Wettkampftag in London konnte das russische Olympiateam seine Goldbilanz um drei Medaillen erweitern. Iwan Uchow gewann den Hochsprung, vom 3-Meter-Brett der Wasserspringer wurde Ilja Sacharow Olympiasieger. Wie erwartet ging im Synchronschwimmen ebenfalls Gold an Natalia Ischtschenko und Swetlana Romaschina. Eine Silber- und zwei Bronzemedaillen vervollständigten einen erfolgreichen Tag für Russland.

Russische Synchronschwimmerinnen sind eine absolute Weltmacht. Die Weltmeisterinnen Natalia Ischtschenko und Swetlana Romaschina wurden auch in London für den Olympiasieg im Wettbewerb der Duette gefeiert. Seit dem ersten Gold in Sydney 2000 hat Russland bisher alle olympischen Entscheidungen bei den Synchronschwimmerinnen gewonnen. Die Dauer-Weltmeisterinnen Ischtschenko/Romaschina bekamen für eine nahezu perfekte Darbietung 98,900 Punkte. Zusammen mit dem Wert aus der Technischen Kür am Sonntag machte das 197,100 Punkte von maximal 200. Silber ging an die Spanierinnen Ona Carbonell Ballestero/Andrea Fuentes Fache (192,900 Punkte) hauchdünn vor den Chinesinnen Huang Xuechen/Liu Ou (192,870)

Was Natalia Ischtschenko und Swetlana Romaschina zeigten war mehr als perfekt. Komplett synchron bis in die Zehenspitzen und dabei mit einer Inszenierung, die schwieriger nicht sein konnte – sie zeigten eine grandiose Clown-Nummer. Die beiden Russinnen schaffen es sogar noch, nach ihrer Performance wie Clowns zu grinsen und ein ewig wirkendes Strahlen aufzusetzen. Sogar ihre Badeanzüge waren auf die gesamte einmalig schöne Kür abgestimmt – siehe unser Foto.

Der Russe Iwan Uchow hatte die olympische Goldmedaille im Hochsprung gewonnen. Der Vizeeuropameister übersprang 2,38 m und siegte damit vor dem US-Amerikaner Erik Kynard, für den bei 2,33 m Endstation war. Bronze ging an das mit 2,29 m höhengleiche Trio Robert Grabarz (Großbritannien), Mutaz Barshim (Katar) und Jamie Nieto (USA). Bemerkenswert war, dass Uchow zwischendurch sein Trikot nicht fand und kurzerhand mit einem T-Shirt weitersprang.

Die dritte Goldmedaille, am elften Wettkampftag, für Russland ersprang Vize-Weltmeister Ilja Sacharow im Wasserspringen vom 3-m-Brett, mit 555,90 Punkten. Damit ließ er die chinesische Wasserspringermacht hinter sich. Silber ging an den Synchron-Olympiasieger Qin Kai mit 541,75 Punkten, vor seinen chinesischen Landsmann und Titelverteidiger He Chong, der 524,15 Punkte ersprang. Sacharow zeigte zum Abschluss seiner Kür einen absolut perfekten Sprung und schnappte damit den Chinesen das fest eingeplante Gold weg.

Der WM-Dritte Rustam Totrow verlor in der griechisch-römischen Klasse bis 96 kg das Finale gegen den Iraner Ghasem Rezaei mit 0:3. Die beiden Bronzemedaillen erkämpften Europameister Artur Alexanjan aus Armenien und Vizeweltmeister Jimmy Lidberg aus Schweden.

Der russische Europameister Ruslan Albegow gewann im Superschwergewicht der Gewichtheber mit 448 Kilogramm die Bronzemedaille, bei den Olympischen Spielen in London. Der Doppelweltmeister Behdad Salimikordasiabi aus dem Iran gewann mit 455 Kilogramm Gold. Silber ging mit 449 Kilogramm an den zweiten Iraner Sajjad Anoushiravani Hamlabad.

Die russische Turnerin Alija Mustafina hatte sich bei den Olympischen Spielen eine Bronzemedaille am Boden erturnt. Alexandra Raisman aus den USA sicherte sich wenige Minuten nach Bronze am Schwebebalken auch Gold am Boden. Silber ging zum Abschluss der olympischen Turnwettbewerbe vor 16.500 Zuschauern in der North Greenwich Arena an die Rumänin Catalina Ponor.

Russland hat damit jetzt zehn Olympiasiege in London erreicht und kletterte auf Platz fünf im Medaillenspiegel. Insgesamt hat das russische Team jetzt bereits 48 Medaillen auf der Habenseite.

sotschi-2014.RU