Alexander Subkow wird bei der Eröffnungsfeier der XXII. Olympischen Winterspiele in Sotschi die Fahne von Russland tragen. Foto: mordovmedia.ru

Alexander Subkow wird bei der Eröffnungsfeier der XXII. Olympischen Winterspiele die Fahne von Russland tragen. Foto: mordovmedia.ru

Sotschi. Bob-Pilot Alexander Subkow wird bei der Eröffnungsfeier der XXII. Olympischen Winterspiele in Sotschi die Fahne von Russland tragen. Das teilte das Nationale Olympische Komitee Russlands mit. Die Fahne seines Landes bei der Eröffnungszeremonie Olympischer Spiele zu tragen ist eine ganz besondere Ehre für jeden Athleten in seiner Sport-Karriere, er muss nicht nur erfolgreich bisher gewesen sein, er muss auch ein Vorbild für alle Olympia-Teilnehmer sein und den Olympischen Geist besitzen. Alexander Subkow vereint alles dieses in sich.

Der 39-jährige Alexander Subkow ist der erfolgreichste russische Bob-Pilot und er ist bereits seit 1999 im Bobsport aktiv. Subkow ist ein Weltklasse-Pilot im Zweierbob wie auch im Viererbob. Größere Erfolge erreichte er aber bislang meistens mit dem großen Bob, wobei sich auch durchaus seine Erfolge mit dem kleinen Bob sehenlassen können.

In der Saison 2002/03 wurde er im Viererbob Achter der Weltcup-Gesamtwertung. Im Jahr 2003 gewann er im Viererbob mit seinen Anschiebern Alexej Seliwerstow, Sergej Golubew und Dmitri

 

Stepuschkin mit der Bronzemedaille bei der Bob-Weltmeisterschaft in Lake Placid die erste russische Bobmedaille seit Zeiten der Sowjetunion. Die folgende Saison beendete er hinter dem Deutschen Andre Lange als Zweiter der Weltcup-Gesamtwertung im Viererbob.

Seine beste Saison fuhr Subkow 2004/05. Im Viererbob gewann er zwei Weltcup-Rennen und wurde fünfmal zweiter und gewann schließlich auch die Weltcup-Gesamtwertung. Im Zweierbob wurde er einmal Zweiter und dreimal Dritter und belegte in der Endabrechnung den dritten Rang. In der Kombinationswertung (Zwei- und Viererbob) wurde er hinter dem Schweizer Martin Annen Zweiter. Bei den Weltmeisterschaften konnte Subkows Viererbob, erneut in der Besetzung mit Seliwerstow, Golubew und Stepuschkin, hinter Lange Silber gewinnen.

Ähnlich erfolgreich verlief auch die Saison 2005/06. Viermal gewannen Subkows Bobs, darunter auch erstmals zweimal mit dem kleinen Bob, je zweimal wurde er Zweiter und Dritter. Er gewann erneut die Gesamtwertung im großen Bob, im Zweier war nur der Kanadier Pierre Lueders besser, der ihn auch in der Kombinationswertung nur um sechs Punkte schlug.

Bei den Olympischen Winterspielen 2006 von Turin gewann Subkow mit seinen Anschiebern Filip Jegorow, Seliwerstow und Alexei Wojewoda die Silbermedaille und musste sich wiederum nur Andre Lange geschlagen geben. Im Zweierbob verpasste er als Viertplatzierter nur knapp eine weitere Medaille.

Im Dezember 2006 verletzte Subkow sich schwer und konnte erst fast ein Jahr später wieder im Weltcup starten. Er konnte wieder an die alten Erfolge anknüpfen und gewann in der Saison 2007/08 drei Rennen und wurde viermal Vierter. In der Gesamtwertung des Zweierbob-Wettbewerbs stand am Ende ein dritter, im großen Schlitten ein zweiter Rang zu Buche. Auch bei der Bob-Weltmeisterschaft 2008 in Altenberg gewann Subkow mit Silber erneut eine Medaille im Viererbob und zudem erstmals Bronze im kleinen Schlitten.

Nach der Saison 2009/10 trat er vom Bobsport zurück und wurde im August Minister der Oblast Irkutsk für Fiskultura, Sport und Jugend. Aufgrund seiner Rückberufung in die russische Bobnationalmannschaft im Oktober 2010 wurde Subkow vom Amt wieder abberufen.

Bei der Bob-Weltmeisterschaft 2011 am Königssee gewann er erstmals den Weltmeistertitel im Zweierbob.

Vor seiner Karriere im Bobsport war Subkow Rennrodler. Er nahm an den Olympischen Spielen 1998 in Nagano im Rennrodeln teil und wurde dort 20. im Einsitzer. Noch in der Saison 1998/99 startete er im Rennrodel-Weltcup und wurde 12. der Gesamtwertung.