Sotschi-Ticker: Die aktuellsten internationalen Olympia-Nachrichten.

Sotschi-Ticker: Die aktuellsten internationalen Olympia-Nachrichten.

Norwegische Medaillen-Hoffnung Silje Norendal muss Olympisches-Dorf verlassen

Weil sie stark erkältet ist, musste die norwegische Hoffnung auf eine Olympische Medaille Silje Norendal das Olympische Dorf in Krasnaja Poljana wegen Ansteckungsgefahr verlassen. Die 20 Jahre alte Snowboarderin, die nach ihrem jüngsten Triumph bei den X-Games als Mitfavoritin bei dem Slopestyle-Wettbewerb gilt, wohnt jetzt in einem Hotel in Sotschi.

Norendal muss norwegischen Medien zufolge nun Antibiotika nehmen. An der Qualifikation am Donnerstag soll sie aber teilnehmen können. Der Slopestyle-Wettbewerb am Samstag (9.45 Uhr/MEZ) ist einer der zwölf neuen Disziplinen bei den Olympischen Winterpielen in Sotschi.

US-amerikanischer Olympiasieger hat Respekt vor Snowboard-Olympiakurs

Der zweimalige Halfpipe-Olympiasieger Shaun White hat großen Respekt vor dem olympischen Kurs in Rosa Chutor, bei dem schon einige Topfahrer gestürzt sind.

 

„Er ist schon furchteinflößend. Es gibt mehr risikobehaftete Stellen als auf anderen Strecken“, sagte der Amerikaner am Dienstag.

Shaun White nimmt bei den Olympischen Winterspielen von Sotschi sowohl am Halfpipe-Wettbewerb als auch an der Slopestyle-Konkurrenz teil: „Es war kein leichter Weg, das hinzubekommen, aber ich habe gern eine Menge Arbeit investiert“, sagte er.

Olympiasiegerin Schurowa: Kein Problem mit Gesetz

Die russische Eissprint-Olympiasiegerin von 2006 in Turin über 500 Meter, Swetlana Schurowa, sieht für die Zeit der Winterspiele in Sotschi keine Probleme mit dem sogenannten „Anti-Homosexuellen-Gesetz.“

„Wir sind komplett freie Menschen, da gibt es überhaupt keine Fragen“, sagte die ehemalige Eisschnelllauf-Sprinterin, die Bürgermeisterin des Olympischen Dorfes in den Bergen über Sotschi ist.

Irritiert sei sie über die Diskussion. „Für mich ist es befremdlich, warum das hier mit unseren Spielen in Russland passiert und nicht auch in anderen Ländern. Wo liegt der Unterschied? Weil es Olympische Spiele sind“, sagte die 42-jährige Schurowa. Sie und auch die anderen Zuschauer würden jedem Sportler zu seinem Erfolg applaudieren, unabhängig seiner sexuellen Orientierung.

„Hier ist jeder gleich, jeder ist tolerant und jeder freut sich, wenn jemand, auch mit einer anderen Orientierung einen Wettkampf gewinnt“, ergänzte Schurowa.

Österreichs Medaillenhoffnung Gregor Schlierenzauer warnt vor zu hohen Erwartungen

Der österreichische Skispringer Gregor Schlierenzauer hat vor dem Abflug nach Sotschi vor zu hohen Erwartungen gewarnt.

„Wir alle sind keine Maschinen, die auf Knopfdruck funktionieren. Ich kann keine Medaillen versprechen“, schrieb der Österreicher am Dienstag auf seiner Homepage.

Dem 24-Jährigen fehlt in seiner Sammlung großer Erfolge nur noch Einzel-Gold bei Olympischen Spielen. „Ihr kennt mich aber und wisst, dass ich alles reinpacken werde. Ich fühle mich ausgezeichnet“, so Team-Olympiasieger Schlierenzauer. „Die Vorfreude auf meinen zweiten Olympia-Einsatz ist brutal groß, was dabei rauskommt, wird man sehen, und was auch immer passiert, ändert nichts“, schrieb der Österreicher weiter.

Der Weltcup-Rekordgewinner hat bereits Gold bei nordischen und Skiflug-Weltmeisterschaften sowohl im Einzel als auch mit dem Team gewonnen.

Nordkorea schickt Parlamentschef zur Eröffnungsfeier

Der Vorsitzende der Obersten Volksversammlung Nordkoreas, Kim Yong-nam, wird am Freitag der Eröffnung der Olympischen Winterspiele in der russischen Schwarzmeerstadt Sotschi beiwohnen. Dies bestätigte der Botschafter des kommunistischen Landes in Moskau, Kim Yong Jae.

„Ich bestätige diese Information“, sagte der Diplomat am Dienstag. Nach seinen Worten ist für Kim Yong-nam ein Termin mit Valentina Matwijenko, der Vorsitzenden des Föderationsrats, geplant.

Die russischen Organisatoren erwarten zur Eröffnungsfeier rund 60 Staats- und Regierungschefs aus aller Welt.

Deutscher Bundesinnenminister De Maiziere vertraut Moskau

Der deutsche Bundesinnenminister Thomas de Maiziere hat beim Thema Sicherheit Vertrauen in die russischen Sicherheitskräfte. Er sei zuversichtlich, dass die russischen Behörden alles Mögliche und Verantwortbare tun, die Sicherheit während der Olympischen Spiele zu gewährleisten, so der für Sport zuständige deutsche Politiker.

Deutsche Rodler mit gutem Eindruck

Die deutschen Rodler haben nach dem ersten Training einen positiven Eindruck von der Olympia-Bahn in Krasnaja Poljana. Topfavorit Felix Loch, Andi Langenhan und David Möller testeten die Strecke am Dienstag vom Damenstart noch ohne Zeitmessung.

„Es wird eine sehr schnelle, sehr selektive Bahn werden. Wir werden es meistern. Man muss sich immer neu drauf einstellen, die Russen schaffen es immer die Bahn ganz anders hinzustellen“, sagte Langenhan. Am Mittwoch steht das erste Zeittraining an, der Wettbewerb

findet am Samstag und Sonntag statt.

Kein manipuliertes Wetter in Sotschi

Der Chefmeteorologe der Olympischen Winterspiele in Sotschi hat Spekulationen über manipuliertes Wetter am Austragungsort erneut zurückgewiesen. „Versuche etwa in den Alpen haben gezeigt, dass es unmöglich ist, das Wetter in den Bergen zu ändern“, sagte er der russischen Nachrichtenagentur Itar-Tass.

Angesichts des derzeitigen Bilderbuchwetters in Sotschi war der Verdacht laut geworden, die russische Luftwaffe sorge mit Chemikalien dafür, dass Wolken ihre Regenlast loswerden. Für die Wettkämpfe sagte der Chef des russischen Wetterdienstes ausreichend Schnee voraus.

CAS lehnt Antrag von Bauer ab

Die Ad-Hoc-Kammer des Internationalen Sportgerichtshofs CAS hat den Antrag der österreichischen Freestylerin Daniela Bauer auf einen Start bei den Olympischen Winterspielen in Sotschi abgelehnt.

Das Gericht bestätigte die Entscheidung des Österreichischen Skiverbandes (ÖSV) und des Österreichischen Olympischen Komitees (ÖOC). Sie sei nach den Kriterien des nationalen Verbandes nachvollziehbar.

Die 27-jährige Bauer hatte um ihren Startplatz gekämpft, weil sie die Norm des Weltverbandes erfüllt hatte. Der ÖSV und der ÖOC verweigerten der Athletin jedoch einen Startplatz.