Moskau. Die Paralympics in Sotschi können kommen – jedenfalls aus russischer Sicht. Das Internationale Paralympische Komitee (IPC) hatte vom 23. – 26. Januar im deutschen Oberried den IPC Weltcup im Biathlon für Sportler mit einer Behinderung durchgeführt. In Oberried, im Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald, am Notschrei beim letzten Biathlon-Weltcup der Handicapsportler bewiesen die russischen Sportlerinnen und Sportler nachhaltig ihre Dominanz.

Von 18 Entscheidungen gewann Russland 16, nur der deutschen Sitzski-Fahrerin Andrea Eskau und der Ukrainerin Oleksandra Kononova in der stehenden Klasse gelang es an den drei Wettkampftagen, die russische Phalanx zu durchbrechen.

Bei strahlendem Winterwetter absolvierten die Athleten ihre Wettkämpfe. Trotz bester Schneebedingungen waren die zu bewältigenden Strecken sehr anspruchsvoll. Auch viele Zuschauer fanden den Weg ins Stadion und feuerten die Sportler begeistert an.

 

Insgesamt konnte man nach Abschluss der Wettkämpfe resümieren: Eine strahlende russische Mannschaft bei strahlendem Winterwetter!

„Die russischen Athleten sind Voll-Profis, die haben von den finanziellen Grundvoraussetzungen her ein ganz anderes Niveau“, sagte die deutsche Sitzski-Fahrerin Anja Wicker anerkennend. „Schon seit Jahren dominieren sie die Weltcups, und Jahr für Jahr kommen sehr gute junge Athleten bei ihnen nach.“ In gewisser Weise seien sie auch Vorbilder, sagt die 22-jährige Stuttgarterin, „wie sie trainieren können und unterstützt werden“.

Der russische Behindertensportverband verfüge etwa über den achtfachen Etat, der dem deutschen Pendant zur Verfügung steht, bestätigt auch der deutsche Bundestrainer Ralf Rombach.

Die russischen Biathlon-Handicapsportler sind damit bereits jetzt in absoluter Höchstform für die kommenden Paralympics in Sotschi und Russland kann mit einer „Medaillenflut“ in dieser Sportart rechnen.