Moskau. Das Spiel in der Vorrundengruppe C zwischen Russland und Polen hatte alles zu bieten was ein Handballspiel spannend und interessant macht. Bis zur 35. Minute dominierte Russland das Spiel nach Belieben, ab diesem Moment hielt der polnische Torhüter sensationell und half seiner Mannschaft den Vorsprung des russischen Teams zu egalisieren und nach einem 10:14 zur Pause in einem 24:22-Sieg umzubiegen. Beste Werfer für Russland war Pawel Atman mit sechs Toren. Ergänzung um 22:15 Uhr

Schon vor Beginn der Partie zwischen Polen und Russland war allen Beteiligten klar, dass es in diesem Spiel um alles oder nichts ging. Ein Sieg oder Unentschieden würde Russland genügen, Polen braucht hingegen dringend einen Sieg und zwar am besten einen deutlichen, falls bei einer Niederlage Serbiens im Abendspiel noch der direkte Vergleich der drei Teams zum Einsatz kommen sollte und die auch Russland bei einer knappen Niederlage noch in die nächste Runde bringen könnte. Der Sbornaja war zunächst anzumerken, dass sie keine Lust auf hohe Mathematik hatten und sich somit mit einem Sieg das Weiterkommen zu sichern.

 

Auf große Unterstützung von den Rängen hingegen konnten nur die Polen zählen, die von Beginn an lautstark unterstützt wurden und deren Anhang bereits nach dem ersten Angriff Grund zum Jubeln als Jakub Lucak Igor Lewschin im russischen Tor mit einem sehenswerten Heber überwinden konnte. Polen ging auch noch mit 5:3 in Führung.

Doch dann gab es im Spiel der Polen einen Bruch, da Igor Lewschin zur Höchstform auflief. Binnen weniger Minuten parierte er mehrere schwere Bälle teils spektakulär und seine Vorderleute wussten dieses zu nutzen. Oleg Skopintsew, Konstanin Igropulo und Pawel Atmann drehten die Partie binnen weniger Augenblicke in eine 6:5-Führung für Russland. Als dann erneut Konstantin Igropulo zum 7:5 traf schwante der polnischen Bank nichts Gutes. Auch in der Folge fand der polnische Angriff keine Mittel gegen die aggressive 5:1-Abwehr der russischen Männer.

In der Folge setzte sich Russland sogar auf 13:8 ab. Erneut verzweifelten die Polen an der starken russischen Abwehr sowie dem starken Lewschin. Im Angriff konnte Konstantin Igropulo schalten und walten wie er wollte. Adam Wisniewski verkürzte jedoch kurz vor der Halbzeit auf 10:14 und ließ die polnischen Fans mit etwas Hoffnung in die Pause gehen.

In der Halbzeitpause muss es in der polnischen Kabine mächtig geraucht haben und Russland schien sich seiner Sache bereits zu sicher zu sein. Angeführt von einem bärenstarken Jakub Lucak und einem immer stärker werdenden Slavomir Szmal drehten die Polen das Spiel innerhalb von fünf Minuten von 10:14 auf 16:15.

Polen schien Lunte gerochen zu haben, Russland hingegen war sichtlich beeindruckt. Slavomir Szmal stellte sich als unüberwindliches Hindernis für die russischen Werfer dar – selbst bei Würfen ins obere Toreck war er mit dem Fuß zur Stelle. Das russische Team von Oleg Kuleschow verlor zunehmend die Kontrolle und die Polen nutzten das immer weiter aus: Nach Daniil Shishkarevs Tor zum 17:16 startete der Vizeweltmeister von 2007 einen 5:1 Lauf und gingen vorentscheidend mit 22:17 durch Bartolomej Jaszka in Front.

Russland setzte nun alles auf eine Karte und versuchte nun mit einer Abwehrumstellung und einem Torhüterwechsel den Rhythmus der Polen zu unterbrechen. Doch dies gelang nur zum Teil, Polen verlor in der Offensive zwar etwas den Faden, doch die polnische Deckung stand weiterhin sicher und nur drei Treffer in zwanzig Minuten waren zu wenig für eine Aufholjagd. Die Zeit lief davon und nun kam auch noch Pech dazu: Wenn Dmitrij Kowalews Strafwurf nicht an die Latte sondern ins Tor gegangen wäre, hätten sich die Probleme der Polen noch weiter verschärft.

Dank einer konzentrierten Schlussphase und einem verwandelten Strafwurf von Bartosz Jurecki gewann Polen so aber am Ende sehr glücklich. Der letzte Treffer von Dmitrij Chintikow zum 24:22 sollte am Ende aber vielleicht noch entscheidende Wirkung entfalten. Denn im direkten Vergleich hat Polen nach dem 27:25 gegen Serbien und dem heutigen 22:24 eine ausgeglichene Tordifferenz, bei Polen beträgt diese aufgrund der 19:20-Niederlage gegen Serbien +1 und bei Serbien -1. Sollte Serbien am Abend gegen Frankreich keinen Punkt holen, dann würden aufgrund des Dreiervergleichs somit Polen und Russland in die nächste Runde einziehen. Holt Serbien einen Punkt, ist Polen aufgrund des gewonnenen Vergleichs weiter und Russland muss die Heimreise antreten.

Dank einer konzentrierten Schlussphase und einem verwandelten Strafwurf von Bartosz Jurecki gewann Polen so aber am Ende sehr glücklich. Der letzte Treffer von Dmitrij Chintikow zum 24:22 sollte am Ende aber vielleicht noch entscheidende Wirkung entfalten. Denn im direkten Vergleich hat Polen nach dem 27:25 gegen Serbien und dem heutigen 22:24 eine ausgeglichene Tordifferenz, bei Polen beträgt diese aufgrund der 19:20-Niederlage gegen Serbien +1 und bei Serbien -1. Sollte Serbien am Abend gegen Frankreich keinen Punkt holen, dann würden aufgrund des Dreiervergleichs somit Polen und Russland in die

 

nächste Runde einziehen. Holt Serbien einen Punkt, ist Polen aufgrund des gewonnenen Vergleichs weiter und Russland muss die Heimreise antreten.

Ergänzung um 22:15 Uhr

Russland in der Hauptrunde

Russland hat sich für die Hauptrunde der Handball-EM der Männer doch noch qualifiziert. Vize-Europameister Serbien muss nach einem 28:31 gegen Frankreich die Heimreise antreten. Russland ist dadurch diese Niederlage von Serbien in die nächste Runde eingezogen.

Weißrussland löste sein Hauptrundenticket durch ein 29:23 gegen Montenegro. Kroatien sicherte sich mit einem 25:24-Sieg über Schweden Platz eins in der Gruppe D.

EM in Dänemark: Vorrunde, Gruppe C

Freitag, 17.Januar

Polen – Russland 24:22

Serbien – Frankreich 28:31

1. Frankreich 3 Spiele 94:83 Tore 6 Punkte

2. Polen 3 70:70 2

3. Russland 3 77:84 2

4. Serbien 3 73:77 2

Vorrunde, Gruppe D

Freitag, 17.Januar

Weißrussland – Montenegro 29:23

Kroatien – Schweden 25:24

1. Kroatien 3 85:68 6

2. Schweden 3 82:68 4

3. Weißrussland 3 73:86 2

4. Montenegro 3 66:84 0