Moskau. Für eine sehr angenehme Überraschung bei der Handball-Europameisterschaft in Dänemark sorgte heute Abend Russland. Das Team von Cheftrainer Oleg Kuleschow gewann in Aarhus gegen den EM-Zweiten Serbien mit 27:25 (14:14) und hat damit nach der Auftaktniederlage gegen Olympiasieger Frankreich wieder alle Chancen auf das Erreichen der Hauptrunde. Igor Jewdokimow traf fünfmal für Russland. Für die Serben warf Marko Vujin sechs Tore.

Das russische Team wusste vor allem in der Abwehr zu überzeugen. Serbien, mit dem knappen Sieg über Polen im Rücken, musste zunächst Russland vorlegen lassen. Aber das serbische Team ließ nie mehr als einen Treffer zu, konnte immer wieder ausgleichen und konnte sich nach dem 3:3 in der fünften Minute erstmals mit zwei Treffern absetzen. Prodanovic erzielte das 5:3 für Serbien. Uns als Ivan Nikcevic auf drei Tore erhöhte, nahm Russland die erste Auszeit.

 

Danach erzielte Russland vier Treffer in Folge und glich schließlich durch Sergej Schelmenko aus und es kam noch besser – Pawel Atman brachte dem Team aus Russland sogar die Führung. Dem 5:0-Lauf von Russland beantwortete aber Momir Ilic postwendend mit dem erneuten Ausgleich für Serbien. Doch nun konnte sich Russland erstmals auf zwei Treffer absetzen. Nach dem 12:10 für Russland war der serbische Trainer Peric der Meinung, sich mit seiner Mannschaft besprechen zu müssen. Nach der Auszeit glich Serbien wieder aus, das Spiel gestaltete sich wie in den Anfangsminuten nun erneut ausgeglichen und so gingen beide Mannschaften mit einem 14:14-Remis in die Pause.

Sehr aufgeweckt kam das russische Team aus der Kabine zurück. Drei schnelle Tore in Folge durch Schelmenko und per Doppelschlag von Gorbok brachte Russland die erneute Führung zurück. Nur 2:47 Minuten waren im zweiten Abschnitt gespielt, da nahm Peric bereits wieder eine Auszeit, Serbien hatte den Start nach der Pause verschlafen. Ewdokimow erhöhte dann sogar auf vier Treffer, bevor Nemanja Ilic nach neun Minuten in der zweiten Halbzeit erstmals für Serbien traf. Er verkürzte auf 15:18.

Russland blieb auch danach am Ball und verteidigte geschickt den Vorsprung. Auch weil Serbien die russischen Fehler, die sich ins Spiel einschlichen, nicht konsequent zu nutzten wusste. Dennoch schaffte Marko Vujin per erfolgreichen Strafwurf den Anschluss zum 20:21. Doch den Anschlusstreffer Serbiens beantwortet Russland mit zwei schnellen Toren in Folge. Skopintsew und Atman brachten Russland wieder in Front. Doch Serbien gab nicht auf, kämpfte sich immer wieder an Russland heran.

Dem 26:24 folgte noch jeweils ein Treffer auf beiden Seiten, mit 27:25 kassierte Russland nach der Auftaktniederlage beide Punkte ein und kann sich noch alle Hoffnung auf die nächste Runde machen. Serbien steht auch mit zwei Punkten aus ihrer Partie gegen Polen in der Tabelle der Gruppe C da.

Olympiasieger Frankreich, der Olympia-Zweite Schweden und Kroatien sind nach jeweils ihren zweiten Siegen bei der EM in Dänemark in die Hauptrunde eingezogen. Frankreich setzte sich mit 28:27 (15:14) nur knapp gegen Polen durch. Schweden besiegte Außenseiter Weißrussland mit 30:22 (13:10) und hat damit in der Gruppe D ebenso wie Kroatien vier Punkte. Der EM-Dritte hatte zuvor Montenegro mit 27:22 (13:12) bezwungen.

EM in Dänemark: Vorrunde

Gruppe C in Aarhus

Montag, 13.Januar

Serbien – Polen 20:19

Frankreich – Russland 35:28

Mittwoch, 15.Januar

Russland – Serbien 27:25

Polen – Frankreich 27:28

Freitag, 17.Januar

Polen – Russland –:–

Serbien – Frankreich –:–

1. Frankreich 2 Spiel 63:55 Tore 4 Punkte

2. Serbien 2 45:46 2

3. Russland 2 55:60 2

4. Polen 2 46:48 0

Gruppe D in Kopenhagen

Montag, 13.Januar

Kroatien – Weißrussland 33:22

Schweden – Montenegro 28:21

Mittwoch, 15.Januar

Montenegro – Kroatien 22:27

Weißrussland – Schweden 22:30

Freitag, 17.Januar

Weißrussland – Montenegro –:–

Kroatien – Schweden –:–

1. Kroatien 2 60:44 4

2. Schweden 2 58:43 4

3. Montenegro 2 43:55 0

4. Weißrussland 2 44:63 0