Moskau. ZSKA Moskau hat beim Traditionsturnier in der Schweiz das Finale um den Spengler Cup gegen Servette Genf mit 3:5 (0:2, 1:2, 2:1) verloren. Die Genfer gingen wie schon im Halbfinale gegen Team Canada auch im Finale früh mit 3:0 und dann sogar mit 4:0 in Führung. ZSKA machte in den Schlussminuten nochmal mächtig Druck, aber es reichte nicht mehr für die Moskauer. In den ersten zwei Dritteln war Servette Genf klar das bessere Team gewesen.

Traditionell zwölf Stunden vor dem Jahresbeginn hieß es „Face off!“ zum Spengler-Cup-Finale. Für ZSKA Moskau war es nach ihrem Turniersieg 1991 die zweite Finalteilnahme. Auch damals hatten die Moskauer in den Gruppenspielen eine Partie gegen ein Schweizer Team verloren, und zwar gegen Lugano im Penaltyschiessen. Damals konnten sie die Schweizer aber beim erneuten Aufeinandertreffen im Finale mit 5:2 besiegen. Geschichte wiederholt sich aber nicht immer.

Bei ZSKA war auch wieder Verteidiger Denis Denisow an Bord und damit spielte das russische Team in absoluter Topformation.

 

Genf startete wie schon gestern Abend im Halbfinal gegen Team Canada stark in die Partie und lag nach dem ersten Drittel durch die Tore von Simek (8. Minute) und Hollenstein (11.) verdient mit 2:0 in Führung. Erstaunlich war vor allem, wie wenig die Genfer in Unterzahl dem ZSKA zugelassen hatten. Alexander Radulow konnte zwar bereits nach 34 Sekunden gegen den in dieser Szene etwas überforderten Nordlund eine Strafe herausholen, aber es ging für die Moskauer nicht mehr so einfach weiter. Mit zunehmender Spieldauer brachten die Genfer sogar Superstar Radulow immer besser in den Griff.

Genf war auch im zweiten Drittel das bessere Team und gewann den zweiten Durchgang mit 2:1. Teilweise konnte Genf in der Moskauer Hälfte fast nach Belieben Schalten und Walten und profitierte dabei aber auch immer wieder von den vielen Abwehrfehlern von ZSKA. Die Genfer standen immer wieder für die Abpraller bereit. Erst eine Minute vor Ende des zweiten Drittels muss der gut aufgelegte Robert Mayer im Genfer Tor erstmals hinter sich greifen. Oleg Saprykin lenkte den Schuss von Dmitri Ogurtsow im Slot ins Netz.

Bis zum dritten Drittel enttäuschte ZSKA Moskau auf der ganzen Linie, erwachte aber im letzten Drittel. Prompt kam Genf nochmals ins Zittern. Moskau kam sogar auf 3:4 heran. Böse Erinnerungen wurden bei Genf wach: 2010 scheiterte Servette im Halbfinale an St. Petersburg nach einer 3:0-Führung. Dieses Mal brachten aber die Schweizer den Sieg nach Hause und konnten sogar noch eine Minute vor der Schlusssirene auf 5:3 erhöhen.

ZSKA Moskau – Servette Genf 3:5 (0:2, 1:2, 2:1)

Vaillant Arena: 6.303 Zuschauer (ausverkauft)

Schiedsrichter: Massy/Patafie (USA), Arm/Kohler (Schweiz)

Tore: 8. Minute – Simek (Hollenstein/Ausschluss Grigorenko) 0:1, 11. Minute – Hollenstein (Romy) 0:2, 24. Minute – Petrell (Gerber) 0:3, 37. Minute – Romy (Vukovic) 0:4, 40. Minute – Saprykin (Ogurzow, Morosow) 1:4, 42. Minute – Frolow 2:4, 57. Minute – Saizew (Frolow) 3:4, 60. Minute – Daugavins (Lombardi, Bezina) (ins leere Tor) 5:3

Strafen: je 5 x 2 Minuten.

ZSKA Moskau: Stana; Rylow, Mischarin; Saizew, Denissow; Jegorschew, Gimajew; Ogurzow; Radulow, Prochorkin, Grigorenko; Morosow, Filppula, Saprykin; Ljubimow, Neprjajew, Fedor Fedorow; Scharkow, Fefelow, Frolow; Nemirowski.

Servette Genf: Mayer; Kamerzin, Bezina; Mercier, Stafford; Vukovic, Marti; Nordlund; Jacquemet, Romy, Hollenstein; Pestoni, Lombardi, Daugavins; Simek, Almond, Picard; Gerber, Rivera, Petrell.

Bemerkung: ZSKA ohne Sergej Fedorow (abgereist)