Moskau. Eine besondere Attraktion beim 87. Spengler Cup in Davos war bisher das Comeback auf der Eisfläche des General Managers von ZSKA Moskau, von Sergej Fjodorow. Die 44-jährige Eishockey-Legende Russlands spielte wieder selbst auf dem Eis. Wegen des Verletzungspechs bei den Moskauern, nacheinander verletzten sich sieben Spieler bei ZSKA, stieg Fjodorow beim Spengler-Cup wieder selbst in die Eishockeyschuhe und kämpfte um den Sieg seiner Mannschaft mit.

Für Sergej Fjodorow war der 4:3-Sieg über die Rochester Americans das erste Spiel beim Traditionsturnier in der Schweiz nachdem er vor zwei Jahren offiziell seine sportliche Karriere beendet hatte. Im Oktober dieses Jahres hatte Sergej Fjodorow einen Spielervertrag für die KHL bei seinem Club unterschrieben, kam aber bislang noch nicht zum Einsatz.

Bei der Suche nach geeignetem Ersatz für die verletzten Spieler kam dem 44-Jährigen die Idee, selbst wieder auf dem Eis mitzukämpfen. „Wenn ich mich gut fühle, werde ich noch ein paar Mal

 

spielen“, sagte Federow einen Tag nach der Partie gegen die Rochester, bei der er mit seinem jüngeren Bruder Fjodor zusammenspielte.

ZSKA-Cheftrainer John Torchetti war begeistert: „Es macht Spaß, den Boss auf der Bank zu haben. Denn so erlebt er gleich hautnah mit, wovon wir jeweils in Gesprächen zum Thema Coaching reden“, sagte Torchetti.

Sollte ZSKA in das Finale in Davos einziehen, wird Federow aber nicht mitspielen können. Er reist vorzeitig aus der Schweiz in die USA ab. Am 31. Dezember findet im Vorfeld der NHL-Winter-Classic zwischen den Vereinen aus Detroit und Toronto ein Legendenspiel statt.

Fjodorow bestritt in seiner Karriere 1.431 NHL-Partien (inklusive Playoffs), wurde dreimal Stanley-Cup-Sieger mit den Detroit Red Wings und dreimal Weltmeister (1989, 1990 und 2008) mit Russland.

Mit dem Auslaufen seines Vertrages in Washington zum Ende der Saison 2008/09 endete auch seine 18 Jahre andauernde Karriere in der NHL. Im Juni 2009 unterschrieb Fjodorow einen Zweijahresvertrag beim Kontinentalen Hockey-Liga Verein HK Metallurg Magnitogorsk, für den er bis 2012 in der KHL spielte, ehe er seine sportliche Karriere beendete. Danach kehrte er zu seinem Heimatverein ZSKA Moskau zurück und wurde dessen General Manager.