Moskau. Heute am Donnerstag erfolgte endlich der Start in die olympische Biathlon-Saison in den Einzeldisziplinen, nachdem am letzten Sonntag bereits die Mixed-Staffeln an den Start gegangen waren. Die russischen Biathletinnen sind im ersten Einzelrennen im Olympia-Winter leer ausgegangen. Die Bestplatzierte war auf dem vierten Platz Jekaterina Jurjewa, mit einem Rückstand von 26,4 Sekunden auf die Siegerin Gabriela Soukalova. Hinter der Tschechin belegten Anastasia Kusmina und Marie-Laure Brunet die weiteren Plätze.

Mit dem zweiten Versuch im 15-Kilometer-Lauf der Damen, nachdem am Vortag der Wettbewerb vom Winde verwehte wurde, begann die Saison im schwedischen Östersund. Über Nacht gab es in Östersund, nach dem gestrigen böigen Wind, eine Menge Neuschnee. Dieses machte es für die Techniker, die auch die Ski wachsen, nicht unbedingt leichter. Die Wetterbedingungen waren aber heute in Ordnung, bis auf ein paar geringer aufkommende Windstöße.

Olga Zaizewa aus Russland eröffnete das Rennen der 99 Athletinnen als Startläuferin. Es musste alle drei Kilometer je zwei Liegend- und Stehendschießen absolviert werden. Anders als bei den anderen Rennen gibt es für Fehlversuche am Schießstand keine Strafrunde, sondern die Läuferinnen bekommen pro Fehlschuss eine Minute auf die Laufzeit aufaddiert. Dieses macht die Sache nicht unbedingt übersichtlicher für die Zuschauer, so ist aber das Reglement.

Jekaterina Jurjewa verfehlte das Podest um nur 10,2 Sekunden bei einem Fehlschuss, den sie sich gleich beim ersten Schießen einhandelte. Damit kann die Weltmeisterin von 2008 in dieser Disziplin, ebenfalls in Östersund, mit ihrem Saisoneinstand sehr zufrieden sein. Seit dem IBU-Cup in Martell in der Saison 2010/2011 läuft Jurjewa wieder aktiv bei internationalen Biathlon-Veranstaltungen mit, nachdem sie durch zwei Dopingproben vom 4. und 5. Dezember 2008 des Missbrauchs von Epo überführt wurde und im Februar 2009 zuerst vorläufig und im August 2009 endgültig für zwei Jahre, bis zum 3. Dezember 2010, gesperrt wurde.

Die 35-jährige Olga Saizewa belegte am Ende Platz 17, mit einem Rückstand von 2:02,1 Minuten auf Soukalova. Dabei war sie nach den beiden ersten Schießübungen bereits mit drei Strafminuten belastet worden. Gerade beim zweiten Schießen fand Saizewa keinen richtigen Schieß-Rhythmus. Dieses änderte sich aber dann beim dritten und vierten Schießen, wo sie fehlerfrei blieb.

Die anderen russischen Starterinnen landeten unter „ferner liefen“ und haben noch eine Menge Arbeit bis zum Höhepunkt der Saison, den Olympischen Winterspielen in Sotschi, vor sich.

 

Ergebnis:

 

Rang Name Zeit
1. Gabriela Soukalova (Tschechien) 47:56,0 Min./2 Schießfehler
2. Anastasiya Kuzmina (Slowakei) 47:57,2/2
3. Marie Laure Brunet (Frankreich) 48:12,2/1
4. Jekaterina Jurjewa (Russland) 48:22,4/1
5. Tiril Eckhoff (Norwegen) 48:34,2/2
6. Darja Domratschewa (Weißrussland) 48:40,7/4
7. Nadeschda Skardino (Weißrussland) 48:41,8/2
8. Dorothea Wierer (Italien) 49;00,0/2
9. Karin Oberhofer (Italien) 49:21,1/3
10. Andrea Henkel (Deutschland) 49:26,0/3
11. Olena Pidgruschna (Ukraine) 49:33,5/3
12. Monika Hojnisz (Polen) 49:35,1/4
13. Franziska Hildebrand (Deutschland) 49:35,8/2
14. Laura Dahlmeier (Deutschland) 49:37,5/1
15. Kadri Lehtla (Estland) 49:48,2/0
16. Walj Semerenko (Ukraine) 49:56,0/4
17. Olga Saizewa (Russland) 49:58,1/3
18. Teja Gregorin (Slowenien) 50:03,0/3
19. Diana Rasimoviciute (Litauen) 50:10,2/3
20. Barbora Tomesova (Tschechien) 50:13,1/2
21. Hilde Fenne (Norwegen) 50:17,1/4
22. Ann Kristin Aafedt Flatland (Norwegen) 50:19,3/4
23. Tora Berger (Norwegen) 50:29,0/5
24. Sophie Boilley (Frankreich) 50:30,6/4
25. Evi Sachenbacher-Stehle (Deutschland) 50:30,9/5
26. Krystyna Palka (Polen) 50:32,7/3
27. Irina Starych (Russland) 50:34,7/4
28. Synnøve Solemdal (Norwegen) 50:35,3/5
29. Andreja Mali (Slowenien) 51:04,6/3
30. Selina Gasparin (Schweiz) 51:05,6/4
  1. Ekaterina Schumilowa (Russland) +3:11,4/3
  2. Ekaterina Jurlowa +8:33,6/7
  3. Ekaterina Glasyrina +10:02,7/8