Trotz zweier Stürze gewinnen Wolossoschar/Trankow das Grand-Prix- Finale in Sotschi.

Sotschi. Die russischen Paarlauf-Europameister Tatjana Wolossoschar und Maxim Trankow haben das Grand-Prix- Finale im Eiskunstlauf in Sotschi trotz zweier Stürze dominiert. Den ersten Test für die neue olympische Eishalle in Sotschi besuchte auch Russlands Präsident Wladimir Putin, er schaute sich die Eistanzkür an.

Trotz des Sieges leistete sich Maxim Trankow in der Kür der Paare beim Grand-Prix-Finale in Sotschi sich zwei kapitale Stürze. Deshalb herrschte bei ihm nach dem Wettkampf auch totale Ratlosigkeit. „Im Training stürze ich so gut wie nie, und jetzt ist mir das zweimal hintereinander im Wettbewerb passiert“, sagte Trankow.

Wegen einer hartnäckigen Grippe von Aljona Savchenko konnte sich das deutsche Weltmeisterpaar Aljona Savchenko und Robin Szolkowy nicht für das lukrative Grand-Prix-Finale in Sotschi qualifizieren. Dafür glänzten sie in Dortmund bei der NRW-Trophy. Bis zur Europameisterschaft im Januar in Zagreb, wo beide Paare aufeinander treffen werden, will Savchenko wieder gesund sein nach ihrer Nasennebenhöhlenerkrankung.

Die Punktzahlen verschiedener Wettbewerbe lassen sich zwar nicht vergleichen, die Leistungen aber schon. „Wenn die Deutschen hier gewesen wären, hätten sie gewonnen“, meinte der zweifache Weltmeister Jian Tong aus China, der mit Partnerin Qing Pang in Sotschi Dritter wurde.

Tatjana Wolossoschar begründete die Stürze ihres Partners, dass sie sechs schwierige Schlüsselelemente wie Hebungen, einen Sprung und Würfe in die zweite Hälfte der Kür verschoben haben, um mehr Punkte zu erzielen. Aber Savchenko/Szolkowy machen dies auch.

Der russische Präsident Wladimir Putin war auf Grund von Terminproblemen nur zur Eistanz-Kür anwesend und beobachtete, wie Meryl Davis/Charlie White (USA) die Olympiasieger Tessa Virtue/Scott Moir aus Kanada schlugen.

Japans Eiskunstlauf-Stars Daisuke Takahashi und Yuzuru Hanyu feierten einen Doppelerfolg im Herrenwettbewerb, während Mao Asada und Akiko Suzuki auf Rang eins und drei bei den Damen kamen. Weltmeister Patrick Chan (Kanada) kam nach einigen Fehlern nur auf Rang drei bei den Männern.

Das Grand-Prix- Finale war der erste große Test für den modernen Iceberg Skating Palace, der als erste der neuen Olympia-Hallen den Betrieb aufnahm. Die Halle hat nur temporären Charakter und soll nach den Spielen in ein Velodrom umgebaut werden. Der futuristische Iceberg Skating Palace wurde eigens für Eiskunstlauf- und Short Trackwettbewerbe der Winterspiele konstruiert und bietet 12.000 Zuschauern Platz.

Der Grand Prix startete in Kent/Seattle mit dem Skate America, gefolgt vom Skate Canada International in Windsor, Ontario. Im Anschluss ging es zum Cup of China in Shanghai, zum Cup of Russia in Moskau, nach Paris zur Trophée Eric Bompard und nach Miyagi in Japan zur NHK Trophy. Abschließend fand für diejenigen Athleten, die sich in den vorherigen Veranstaltungen qualifizieren konnten, vom 5. bis 9. Dezember das große Saisonfinale in Sotschi statt.

sotschi-2014.RU