Im Februar 2014 ist es soweit. Dann starten die Olympischen Winterspiel in Sotschi.

Im Februar 2014 ist es soweit. Dann starten die Olympischen Winterspiel in Sotschi.

(von Jürgen Mayer) Sotschi. Für den österreichischen Wintersport-Event-Planer Gernot Leitner ist die Olympiabaustelle in Sotschi ein Weltwunder. Allerdings warnt er auch vor den Risiken des rasanten Fortschritts in der russischen Olympiastadt.

Im Februar 2014 ist es soweit. Dann starten die Olympischen Winterspiel in Sotschi am Schwarzen Meer. Die russische Hafenstadt ist der erste Austragungsort von olympischen Winterspielen, der sich in subtropischen Klima befindet. Wie in aktuellen Sportnachrichten zu verfolgen ist, laufen die Vorbereitungen derzeit auf Hochtouren. Dimitri Tschernyschenko, Chef des Organisationskomitees SOCOG ist zufrieden mit dem Fortschritt der Bauarbeiten. „Alles wird rechtzeitig fertig“, erklärte er beim „World Press Briefing“ den Sport News. Dafür schuften Momentan 60.000 Arbeiter rund um die Uhr. Über 70 Prozent der Sportstätten sind mittlerweile fertiggestellt.

Auch Gernot Leitner ist begeistert vom Aufwand, den Russland in Sotschi betreibt. „24 Stunden am Tag donnern bis zu 3000 Lkw ins Tal, dieses Tempo ist beeindruckend“, so der Event-Planer, der noch anfügte: „Geschwindigkeit und Wille der Russen sind faszinierend. Die Olympiabaustelle von Sotschi ist so eine Art aktuelles Weltwunder.“

Und der Österreicher weiß, wovon er spricht. Als Chef des Planungsbüros „master concept“ hat er bereits mehr als 30 Teilprojekte in den Bergen des Nordkaukasus betreut, darunter auch Planungen an den Olympiawettkampfstätten von Krasnaja Poljana. Hier werden die Wettkämpfe im Skisport ausgetragen. Das Bergdorf liegt etwa 50 Kilometer von der 330.000 Einwohner fassenden Stadt Sotschi entfernt.

Doch es gibt bei solch großen Bauvorhaben auch immer Probleme. Sorgen bereitet Leitner die 15 Meter hohe Schneedecke auf den Gipfeln. Er hofft, dass die Russen hier, angesichts der schnellen Fertigstellung des Großprojekts Sotschi 2014, nicht zu sorglos planen. Den Einheimischen in der Region ist die Sulimowski –Lawine bekannt, die alle 10, 15 Jahre ins Tal niedergeht und den Bach Sulimowski zu einem Hochwasser anstaue.

Leitner, der auch einer der technischen Leiter der Salzburger Olympiabewerbung 2014 war, zweifelte an, dass die komplette Neuentwicklung einer ganzen Wintersportregion in so kurzer Zeit vernünftig sei. Und zudem stellte der Österreicher fest: „Warum das größte und kälteste Land der Erde ausgerechnet seinen wärmsten Fleck für die Winterspiele ausgewählt hat, bleibt ein Rätsel.“

Autor: Jürgen Mayer

sotschi-2014.Ru