Moskau. Die russische Spieler- und Trainerlegend Wjatscheslaw Bykow unterschreibt zusammen mit seinem langjährigen Assistenten und Landsmann Igor Sacharin einen Vertrag über sechs Jahre mit dem polnischen Eishockey-Verband. Beide sollen Polen an die erweiterte internationale Eishockeyspitze führen.

Sacharin als Cheftrainer und Bykow in der Rolle des nebenamtlichen Assistenten sollen die polnische Eishockeynationalmannschaft bis 2018 schrittweise an die erweiterte europäische Spitze heranführen. Derzeit spielt Polen nur in der dritthöchsten Liga des internationalen Eishockeys.

Während seiner gloriosen Spielerkarriere gewann der jetzt 52-jährige Bykow mit der sowjetischen Nationalmannschaft vier Mal, 1983, 1986, 1989 und 1990, die Eishockeyweltmeisterschaft und wurde insgesamt sechs Mal Europameister. Außerdem gewann er mit dem Team bei den Olympischen Spielen 1988 in Calgary die Goldmedaille. 1983 wurde er als Verdienter Meister des Sports der UdSSR ausgezeichnet. Nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion spielte er weiterhin für die neu formierte russische Eishockeynationalmannschaft bzw. Nationalmannschaft der GUS. Mit ihr gewann er bei den Olympischen Spielen 1992 in Albertville seine zweite olympische Goldmedaille und bei der Eishockey-Weltmeisterschaft 1993 in Deutschland seinen fünften Weltmeistertitel.

Nachdem er seine Spielerkarriere beendete, war er Assistenztrainer in der Schweiz beim Lausanne Hockey Club und sieben Saisons lang bei Fribourg-Gottéron. 2004 ging er zurück nach Russland und trainierte dort den ZSKA Moskau. Als russischer Nationaltrainer coachte er (mit Sacharin als Assistent) die Sbornaja 2008 in Quebec und 2009 in Bern zu zwei WM-Titeln. Zuletzt war Bykow ein Jahr ohne Trainerjob.

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