Moskau. Der ehemalige Kapitän der russischen Fußballnationalmannschaft Andrej Arschawin fand keine Berücksichtigung für die beiden anstehenden WM-Qualifikationsspiele. Der neue Chefcoach Fabio Capello berief den 31-Jährigen nicht in den 24-Mann-Kader.Weiterhin gehören auch Pawel Pogrebnjak und Roman Pawljutschenko nicht mehr zum Kader.

Am 7. September in Moskau gegen Nordirland und am 11. September in Ramat Gan gegen Israel muss Russland seine ersten beiden Fußball-WM-Qualifikationsspiele austragen. Bei beiden Spielen wird die Sbornaja, zum ersten Mal seit viereinhalb Jahren, ohne Andrej Arschawin antreten.

„Im Prinzip ist es logisch. Wir haben miteinander gesprochen, dass ich im Falle fehlender Spielpraxis im Club nicht mit der Berufung in die Auswahl rechnen kann. Für mich persönlich kam dies überhaupt nicht überraschend“, wird Arschawin von der russischen Sport-Zeitung „Sport-Express“ zitiert und aktuelle sport nachrichten.

Trotz der öffentlichen Kritik in Russland blieb Kapitän Andrej Arschawin noch Teil der russischen Fußball-Nationalmannschaft im Freundschaftsspiel am 15. August in Moskau gegen die Elfenbeinküste (1:1). Coach Fabio Capello nominierte da noch den Offensivspieler in sein Aufgebot. Der Starspieler Arschawin vom FC Arsenal hatte sich nach dem blamablen EM-Vorrunden-Aus der russischen Nationalmannschaft mit arroganten Aussagen und Auftreten den Zorn der Fans zugezogen. Auch deshalb dürfte Capello jetzt auf ihm verzichtet haben. Beim Freundschaftsspiel gegen die Elfenbeinküste wurde Arschawin gnadenlos von den russischen Fans ausgepfiffen.

Arschawin hatte gegenüber verschiedenen Fans kurz nach dem EM-Aus geäußert: „Wenn wir eure Erwartungen nicht erfüllt haben, dann ist das euer Problem.“ Dieses aus dem Munde des Kapitäns! Welchen Nationalstolz und Verstand hat dieser Spieler? Welche Überheblichkeit besitzt Andrej Arschawin? Jetzt hat er seine Quittung dafür bekommen.

Auch der frühere Stuttgarter Bundesligaprofi Pawel Pogrebnjak (jetzt FC Reading) und Roman Pawljutschenko von Lokomotive Moskau fanden keine Berücksichtigung für die beiden WM-Qualifikationsspiele.