Moskau. Im Playoff-Hinspiel um die Teilnahme an der Champions League hat Spartak Moskau den türkischen Fußballklub Fenerbahce Istanbul am Dienstagabend im Luschniki Stadion mit 2:1 (0:0) besiegt. Die Tore für Spartak erzielten Emenike (59. Minute) und Dmitri Kombarow (69.), den zwischenzeitlichen Ausgleich hatte Dirk Kuyt (65.) erzielt.

Mit Spannung wurde der Vergleich von Spartak Moskau gegen Fenerbahce erwartet. Der türkische Verein war in der letzten Spielzeit wegen seiner angeblichen Verwicklung in den türkischen Korruptionsskandal gesperrt, kam im April aber mit einer milden Strafe davon und konnte so nun wieder international spielen.

Im Duell der Vizemeister beider Länder begann das Spiel vor 35.000 Zuschauern in Moskau ohne Abtastphase, beide Mannschaften versuchten von Anfang an gleich nach vorne zu spielen. Dieses gelang beiden Mannschaften in der ersten Halbzeit bis zum Strafraum ganz gut, dort war aber dann meistens Schluss. In der ersten Viertelstunde war es eine ausgeglichene Partie. Mit zunehmender Spieldauer gewann Spartak etwas mehr die Kontrolle über das Spiel und setzte sich in der Hälfte des Gegners fest, ohne dabei zu klaren Torchancen zu kommen. Auf beiden Seiten schlichen sich zu oft Abspielfehler ein. Spartak war zwar feldüberlegen in den ersten 45 Minuten, konnte dieses aber nicht in einem zählbaren Erfolg umsetzen. So ging es auch folgerichtig mit dem 0:0 Unentschieden in die Halbzeitpause.

Nach der Pausenansprache der Trainer erwischte Fenerbahce den besseren Start in Halbzeit zwei. Die Türken kamen in der 56. Minute auch zur besten Chance des gesamten Spiels bis dahin. Topuz flankte von rechts in den Strafraum, wo Baroni mit dem Kopf an den Ball kam und gegen die Laufrichtung des Spartak-Keepers Dykan köpfte. Der parierte jedoch glänzend und vereitelte den Rückstand für die Moskauer.

Die gesamten ersten 15 Minuten der zweiten Halbzeit hatte Spartak äußerst wenig zu bieten und gab nicht einen ernsthaften Torschuss ab. Der erste Torschuss von Spartak Moskau in der zweiten Halbzeit brachte dann aber gleich die Führung. Dimitri Kombarow, einer von nur drei Russen bei Spartak, startete auf der linken Außenbahn und flankte aus vollem Lauf mustergültig auf Emenike, der nigerianische Stürmer musste nur noch seinen Fuß hinhalten um die Führung für Spartak gegen seinen Ex-Klub zu erzielen.

Dieses Tor war der Startschuss für die besten zehn Minuten des gesamten Spiels. Bereits sechs Minuten später erzielte Kuyt den Ausgleich für Istanbul. Sahin spielte einen langen Ball auf Sow, der im Strafraum von Spartak an den Ball kam und mit dem Kopf auf Kuyt auflegen konnte. Der Holländer schob den Ball mühelos zum 1:1-Ausgleich ein.

Der Jubel der Fenerbahce-Spieler war aber nur von kurzer Dauer. In der 69. Minute erzielte Dmitri Kombarow mit einer Direktabnahme ein Traumtor, nach einer Ecke des Iren Aiden McGready.

In den letzten zwanzig Minuten des Spiels wurde es noch einmal etwas härter in einer insgesamt fairen Begegnung. Es fielen aber keine weiteren Tore mehr. Somit sicherte sich Spartak wenigstens einen Vorsprung für das Rückspiel, dem die Türken jetzt hinterherlaufen müssen.

Das Rückspiel wird am Mittwoch, dem 29. August, im Sükrü Saracoglu Stadion in Istanbul stattfinden. Tags darauf werden in Monaco die 32 qualifizierten Champions-League-Teilnehmer in acht Vierergruppen gelost.

Aufstellungen:

 

Spartak Moskau: Dykan, Makeew, Pareja, Suschi, Kombarow, McGeady, Rafael Carioca, Romulo (43. De Zeeuw), Biljaletdinow, Ari (77. Dzyuba), Emenike (72. Welliton)

Fenerbahce: Günok, Gönül, Yobo, Korkmaz, Kaldırım, Topuz (88. Erkin), Şahin, Topal (83. Bienvenu), Sow (78. Krasic), Cristian, Kuyt

Tore: 1:0 Emenike (59.), 1:1 Kuyt (65.), 2:1 Kombarov (69.)

Gelbe Karten: De Zeeuw (74.), Biljaletdinow (76.) –Korkmaz (19.), Kuyt (90.+3)

UEFA versagt wieder einmal

Am Rande des gestrigen Spiels gab es wieder einmal einen sehr peinlichen Eklat für den europäischen Fußballverband UEFA. Die allmächtige UEFA erlaubte es den Spielern von Fenerbahce nicht, das Spiel gegen Spartak Moskau mit schwarzen Trauerbändern auszutragen. Der türkische Verein wollte, dass seine Spieler anlässlich der Terroranschläge von Gaziantep ein schwarzes Trauerband trugen. Allerdings genehmigte die UEFA dieses Vorhaben mit niedrigen Beweggründen nicht. Im Gegenzug erhielt die türkische Basketballnationalmannschaft im Spiel gegen Italien von der FIBA Europa eine Erlaubnis um mit Trauerflor zu spielen.

Die UEFA schreibt sich zu gerne auf die Fahne, gegen Rassismus und für Gleichberechtigung sowie Chancengleichheit einzutreten – in der Realität sieht dieses aber leider anders aus. Ein neuerlicher Beweis dafür ist diese gestrige nicht nachvollziehbare Entscheidung gegen Fenerbahce Istanbul.

 

Die weiteren Ergebnisse – Kiew gewinnt in Mönchengladbach

 

Borussia Mönchengladbach hat sein internationales Comeback nach 16 Jahren verpatzt und

kann den erstmaligen Einzug in die Gruppenphase der Champions League fast schon abschreiben. Die Elf von Trainer Lucien Favre verlor gegen Dynamo Kiew mit 1:3 (1:2) und steht vor dem Rückspiel in der Ukraine am kommenden Mittwoch mit dem Rücken zur Wand.

Gladbach konnte gegen Kiew nur anfangs sein variables Flügelspiel aufziehen. Für den Traumstart sorgte Alexander Ring. Nach herrlichem Diagonalpass von Arango traf er aus 14 Meter. Die Borussia blieb am Drücker, doch die Tore machte der Gast: Die cleveren Gäste nutzten zwei Chancen zur 2:1-Pausenführung. Nach Wiederanpfiff versuchten die „Fohlen“, das Spiel noch mal zu drehen. Zweimal scheiterte Arango (61./62). Auch die eingewechselten Herrmann und Hanke konnten die Pleite nicht mehr abwenden. De Jong mit seinem Eigentor tütete die Niederlage dann ein.

Bor.M’gladbach – Dynamo Kiew. 1:3 (1:2)

1:0 Ring (13.), 1:1 Michalik (28.), 1:2 Jarmolenko (36.), 1:3 de Jong (81./ET)

FC Basel – CFR Cluj 1:2 (1:0)

1:0 Streller (44.), 1:1 Sougou (66.), 1:2 Sougou (70.)

Helsingborg – Celtic Glasgow 0:2 (0:1)

0:1 Commons (2.), 0:2 Samaras (76.)

FC Kopenhagen – OSC Lille 1:0 (1:0)

1:0 Santin (38.) Payet vergibt Elfmeter für Lille (16.)

Mittwoch, 22.August 20.45 Uhr

BATE Borissow – Kiryat Shmona

Limassol FC – RSC Anderlecht

Dinamo Zagreb – NK Maribor

SC Braga – Udinese Calcio

FC Malaga – Panathinaikos

Rückspiele am 28./29.August

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