Moskau. Das Team von Dynamo Moskau kommt in der laufenden Saison nicht so richtig in die Spur. Der Verein des ehemaligen deutschen Nationalspielers Kevin Kuranyi verliert ein Spiel nach dem anderen. Am 22. und 28. August trifft Kuranyi in den Play-offs der Europa-League auf seinen ehemaligen Verein VfB Stuttgart. Jetzt beklagt sich der VFB über diese Termine.

Am 22. und 28. August gibt es wieder auf Vereinsebene ein Fußballduell: Deutschland – Russland. In den Play-offs der Europa-League trifft Dynamo Moskau auf den VFB Stuttgart. Im Vorfeld stehen aber nicht nur bei Dynamo die Signale auf Sturm, auch der VFB hat Sorgen.

Die Vereinsführung vom VfB Stuttgart beklagt sich jetzt über die neue Terminierung ihres Europapokal-Rückspiels in Moskau auf den 28. August. Ursprünglich sollte das zweite Kräftemessen beider Vereine erst am 30. August stattfinden. Da sich aber Dynamo und ZSKA derzeit ein Stadion in Moskau teilen und auch ZSKA in den Play-offs zur Europa League spielt – gegen AIK Solna aus Schweden – war die Uefa zur Verlegung von Donnerstag auf Dienstag gezwungen. Der Mittwoch ist für die Champions League reserviert und war somit auch keine Alternative.

Jetzt muss der VfB innerhalb von 48 Stunden zwei Spiele bestreiten, für Sonntag (26. August) ist das Bundesligaspiel gegen den VfL Wolfsburg angesetzt. VFB Sportdirektor Fredi Bobic beklagt sich jetzt über fehlende Unterstützung der anderen Bundesliga-Clubs: „Von Solidarität wird viel geredet, aber nicht gehandelt. Da wird es uns schwer gemacht. Das wirft auf die Liga kein gutes Licht. Das ist eine große Belastung für uns.“

Die Stuttgarter hatten auf ein Entgegenkommen der anderen Vereine und auf eine Vorverlegung des Spiels in Wolfsburg auf Samstag gehofft. Es habe aber bei etlichen Telefonaten „viele Begründungen“ gegeben, sagte Bobic weiter.

Auch sein Sportdirektor-Kollege Jochen Schneider hatte zuvor schon im „Kicker“ die Brisanz einer derartigen Entscheidung klargestellt: „Es ist ja nicht so, dass es ein x-beliebiges Gruppenspiel ist. Der Ausgang dieser Partie ist nicht mehr auszugleichen.“ Ein Aus der Stuttgarter wäre für die deutschen Vertreter im Europapokal auch ein Nachteil mit Blick auf die Fünfjahreswertung der Uefa.

Bobic ergänzte noch: „Die Uefa hat sich korrekt verhalten, auch wenn das fernab jeder Logik ist. Auch die Deutsche Fußball Liga (DFL) habe sich bemüht und viel probiert. Die DFL hat sich aber nicht in der Lage gesehen, das zu bestimmen.“

Dynamo Moskau hatte einen Vorschlag des VfB abgelehnt, das Heimrecht zu drehen. Das Hinspiel findet jetzt definitiv am 22. August in Stuttgart statt.

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