Die Russen sind mehrheitlich enttäuscht von ihren Olympioniken.

Die Russen sind mehrheitlich enttäuscht von ihren Olympioniken.

Moskau. Russlands Ministerpräsident Dmitri Medwedew ist der Meinung, dass das bisherige Gesamtergebnis der russischen Sportler bei den Olympischen Sommerspielen als positiv einzuschätzen ist. Die Anzahl der gewonnenen Medaillen sei ein Beweis für das sportliche Potential der Mannschaft. Die Russen sehen dieses aber anders.

Ministerpräsident Medwedew sagte am Dienstag bei einem Treffen mit dem Vorstand der Partei „Geeintes Russland“: „Ich sehe keine Katastrophe und habe auch nicht das Gefühl, dass dort etwas falsch läuft. Wenn man auf dem Medaillenspiegel sieht, so begreift man, dass der Unterscheid zwischen Gold und Silber nur in Sekunden, Bruchteilen einer Sekunde und Zentimetern liegt.“

„Wenn wir in die absolute Spitze kommen, ist das schon toll. Das bedeutet, dass es um unseren Sport gut bestellt ist“, ergänzte Medwedew. Besonders stolz ist Medwedew auf die bisherige reichliche Silberausbeute.

Nach einer Umfrage der Stiftung Integration und der Agentur NewsEffector, welche die russische Wirtschaftszeitung „RBC Daily“ veröffentlichte, sieht die russische Bevölkerung dieses aber ganz anders. Der Umfrage zufolge sind 69 Prozent der Russen mit den Ergebnissen des russischen Olympia-Teams unzufrieden. Dass die sportlichen Leistungen vom russischen Team in London ein absoluter Flop sind, denken 20 Prozent. 48 Prozent sind der Meinung, dass die russischen Athleten in London überraschend schlecht abgeschnitten haben.

Nur zwei Prozent sind der Meinung, dass die Ergebnisse alle Erwartungen übertroffen haben. Wenige Optimisten (17 Prozent) glauben, dass es noch besser wird in London.

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