Im Moment ist die Kapitänsbinde für Kevin Kuranyi noch kein Glücksbringer.

Moskau. Das tat weh für Dynamo – am dritten Spieltag eine herbe 0:4 (0:1) Niederlage im Ortsderby gegen Spartak. Der ehemalige Fußball-Nationalspieler Kevin Kuranyi steht jetzt mit Dynamo am Tabellenende, ohne Punkt und ohne Tor. Vize-Meister Spartak Moskau ist durch diesen Kantersieg auch neuer Tabellenführer.

Der Kapitän von Dynamo Moskau Kevin Kuranyi stand 90 Minuten auf dem Platz, konnte die erneute Pleite aber auch nicht verhindern. Viel Pech für Dynamo kam auch noch hinzu – ein Tor von Kuranyi wurde in der ersten Halbzeit wegen angebliches Abseits nicht anerkannt und in der 77. Minute flog auch Christian Noboa vom Rasen, mit einer Gelb-Roten Karte.

„Das war ein grausamer Abend für uns, an dem alles zusammengekommen ist. Wir haben Fehler gemacht, aber wir hatten auch Pech. Was wirklich bitter ist: Ich glaube, mein Tor zum 1:2 war kein Abseits. Hätte es gezählt, wäre uns vielleicht noch die Wende geglückt”, sagte der ehemalige deutsche Nationalstürmer nach dem Spiel. „Aber es hilft alles nichts. Wir müssen das Spiel abhaken und bis Donnerstag die Köpfe frei bekommen, um in unserem wichtigen Europa-League-Spiel erfolgreich zu sein”, ergänzte Kuranyi.

Am kommenden Donnerstag kann Dynamo sein wahres Leistungsvermögen unter Beweis stellen, wenn im Rückspiel gegen die Schotten von Dundee United um die nächste Runde in der Europa League gekämpft wird. Im Hinspiel konnte Dynamo nur knapp einer Niederlage entgehen und schaffte in letzter Minute noch ein 2:2 Unentschieden.

Jetzt steht bei Dynamo auch noch Trainer Sergej Silkin vor dem Aus. Funktionär Sergej Stepaschin forderte den Coach nach der dritten Niederlage in Folge indirekt zum Rücktritt auf. Silkin habe die Mannschaft offensichtlich nicht im Griff, sagte Stepaschin am Montag nach Angaben der Agentur Interfax.

Spartak Moskau, in der vergangenen Saison noch Vize-Meister hinter Zenit St. Peterburg, ist nun mit neun Punkten Tabellenführer, vor dem punkgleichen Titelverteidiger Zenit St. Petersburg. Für Spartak, einer von fünf möglichen Gegnern des Bundesligisten Borussia Mönchengladbach in den Playoffs zur Champions League, trafen Dinijar Biljaletdinow (23.), Nicolás Pareja (50.), Dschano Ananidse (75.) und Rafael Carioca (90.).

Zenit gewann bereits am Samstag mit 3:1 (3:1) bei ZSKA Moskau.

sotschi-2014.RU