Auf dem Olympia-Skisprungkomplex in Sotschi wurde der erste internationale Wettbewerb ausgetragen.

Auf dem Olympia-Skisprungkomplex in Sotschi wurde der erste internationale Wettbewerb ausgetragen.

Sotschi. An diesem Wochenende schaut die Skisprung-Welt nach Sotschi. Auf der Großen Olympiaschanze von 2014, gebaut mit Know-how aus Deutschland, fand der erste internationale Wettbewerb statt. Bei diesem Continentalcup im Skispringen ist ein Teil der absoluten Weltspitze am Start.

Heute am Samstag und morgen wird der Continentalcup im Skispringen – eine Art zweite Weltliga – in dem kleinen Dorf Esto-Sadok in der Bergregion Krasnaja Poljana oberhalb von Sotschi ausgetragen. Eine Woche später messen sich die weltbesten Nordischen Kombinierer auf der neuen Schanze zum Sommer-Grand-Prix.

Bereits am Freitag wurden die ersten Trainingssprünge auf der neuen Olympiaschanze

absolviert. Heute überzeugten vorrangig der tschechische Sieger Jan Matura mit Sprüngen auf 137 Meter und 133 Meter (230,1 Pkt.), der Zweitplatzierte Anders Jacobsen aus Norwegen (135m/130m; 227,1 Pkt.) und der Dritte aus Slowenien Tomaz Naglic mit 222,4 Punkten (132m/136m).

Russische Springer finden langsam in die Spur

Für die russischen Skispringer war der erste Wettbewerb auf der Olympiaschanze noch etwas durchwachsen. Eine vordere Platzierung fehlte, trotzdem waren erste Fortschritte zu erkennen.

Bester aus der russischen Mannschaft war Denis Kornilow als 11., Dimitri Wassiljew sprang auf Platz 13. Ebenfalls im Finale waren Alexander Sardijko (15.), Anton Kalinitschenko (16.) und Petr Schaadaew auf Platz 27. Dimitri Ipatow wurde nach dem ersten Sprung wegen eines nicht regelkonformen Skisprunganzuges disqualifiziert. Sardijko lag nach dem ersten Sprung noch auf Platz neun. Olympiahoffnung Denis Kornilow konnte nach seiner Operation am Knie, Ende März in Deutschland, eine stabile Form nachweisen.

Damit trägt auch die Arbeit des in personeller Hinsicht nicht geänderten Trainerstabs erste kleine Früchte. Chefcoach der russischen Skispringer ist weiterhin Alexander Arefiew, während der Österreicher Richard Schallert die Verantwortung für die A-Mannschaft trägt. Auf Grundlage verschiedenster wissenschaftlicher Tests wurde in der Vorbereitung für jeden einzelnen Athleten ein ganz spezielles Trainingsprogramm entwickelt. Dieses alles mit Weitblick auf die Olympischen Winterspiele 2014 in Sotschi.

Schweiz und Deutschland waren auch in Sotschi

Mit dabei war heute auch das Team aus der Schweiz – bestehend aus Simon Ammann, Marco Grigoli, Pascal Kälin und Gregor Deschwanden. Aber nicht Ammann war der beste Schweizer, sondern Gregor Deschwanden. Der junge Schweizer zeigte zwei gute Sprünge und landete am Ende auf einem hervorragenden fünften Rang. Simon Ammann wurde am Ende 10., Marco Grigoli 14.

Aus der deutschen Mannschaft war auf Rang sechs Daniel Wenig bester Deutscher, doch auch Martin Schmitt konnte als 12. heute ein gutes Ergebnis abliefern. Neben den beiden erreichten noch Marinus Kraus (19.) und Danny Queck (22.) den zweiten Durchgang.

Olympia-Schanze mit deutschem Know-how

Die deutschen Unternehmen: Brandes Technik GmbH Scharfenstein, Elektroanlagen Frölich aus Sosa, Klempnerei Polusik aus Aue und die Kölner Firma CeramTec hatten eine Anlaufspur aus Kunststoff und Keramik entwickelt, die im Sommer und Winter genutzt werden kann. Ende vergangenen Jahres wurde diese Spur auf der Großschanze in Sotschi montiert. Im Mai wurde auch die kleine Skisprunganlage mit der Hightech-Konstruktion von den deutschen Firmen ausgestattet.

Der Continentalcup findet morgen am Sonntag in Sotschi eine Fortsetzung. Das zweite Springen beginnt um 08:00 Uhr (MEZ), vorher werden von den Skispringern noch Trainingssprünge absolviert.