Moskau. Russland wird 436 Sportler zu den Olympischen Sommerspielen 2012 entsenden. Damit werden weniger Sportler ihr Heimatland in London vertreten, als noch 2008 in Peking und auch als 2004 in Athen. Qualität statt Quantität – die russische Olympia-Mannschaft ist klein, die Hoffnung riesengroß. Das Team soll einen Platz unter den ersten Vier der Nationenwertung sichern.

Laut Beschluss einer gemeinsamen Sitzung des Exekutivkomitees des Olympischen Komitees Russlands und des Kollegiums des Sportministeriums vom Montag reisen 208 Männer und 228 Frauen aus 59 Regionen Russlands nach London. Die meisten Sportler kommen aus Moskau – 149 Athleten.

An den Olympischen Spielen 2008 in Peking nahmen 468 russische Sportler und an Olympia 2004 in Athen 453 Vertreter Russlands teil. Grund für die diesmal geringere Anzahl an Sportlern ist auch, dass sich Russland in einer Reihe von Mannschaftssportarten nicht für die Olympischen Spiele qualifiziert hat. Dazu zählen ehemalige Medaillen-Garanten – wie Fußball, Hockey, Herren-Wasserball und Herren-Handball.

Die größte Anzahl der Athleten starten in der Leichtathletik (104), vor den Schwimmern (32). Im Rudern, Kanu und Kajak wurden 17 Sportler nominiert, gefolgt von den Fechtern mit 15 Athleten.

Das kleine Olympia-Team soll bei der Medaillenjagd in London an die großen Erfolge der Vergangenheit anknüpfen und Russlands Ruf als Sportnation stärken. Laut Sportminister Witali Mutko will Russland zwischen 20 und 30 Goldmedaillen in London gewinnen. Damit peilt das russische Team den dritten Platz in der Nationenwertung an. Die meisten Experten und Sportfunktionäre sind sich aber rauch einig, dass in London, Russlands ärgster Konkurrent um diesen dritten Platz Großbritannien, das Gastgeberland, sein wird.

Zu den wichtigsten Hoffnungen Russlands auf Gold zählen Tennisspielerin Maria Scharapowa, die zu Beginn dieses Monats die „French Open“ gewann und Stabhochspringerin Jelena Issinbajewa, die bereits zweimal Olympiasiegerin (2004, 2008) wurde.

In London wird es zwei „Russland Häuser“ geben

 

Der Präsident des Nationalen Olympischen Komitees Russlands, Alexander Schukow, gab auf einer Pressekonferenz, nach der gemeinsamen Sitzung vom Exekutivkomitee des Olympischen Komitees Russlands und des Kollegiums des Sportministeriums, bekannt, dass Russland bei den Olympischen Spielen in London zwei „Russland Häuser“ haben wird.

„Wir werden der Tradition verpflichtend handeln. Dieses Mal werden wir sogar zwei „Russland Häuser“ haben. Da wir Vertreter der nächsten Olympischen Winterspiele sind, wird es ein „Sotschi-Haus“ und ein „Russisches Haus“ geben. Wir haben auch beschlossen, dass das „Russische Haus“ völlig frei von Alkohol sein wird, was ganz logisch für Sportveranstaltungen ist“, sagte Schukow.

Wir sehen uns im „Sotschi-Haus“.

Unsere Übersicht – London 2012

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