Hamburg/Moskau. Der russische Box-Weltmeister im Schwergewicht, Alexander Powetkin, verteidigt seinen WM-Titel nach Version des Weltverbands WBA gegen den US-Amerikaner Hasim Rahman am 14. Juli in Hamburg, in der Alsterdorfer Sporthalle. Aus angeblichen organisatorischen Gründen ist der WM-Kampf von London nach Hamburg verlegt worden.

Der Kampf wurde abgesagt!

Der Geschäftsführer von Powetkins „Sauerland-Management“, Chris Meyer, begründete den Umzug des Box-Kampfes mit organisatorischen Gründen. „Der Zeitplan in England war eng gestrickt. Es hätte nicht garantiert werden können, dass der Kampf live in Deutschland zu sehen gewesen wäre. Deshalb werden die Schwergewichts-WM und anderen Kämpfe der Sauerland-Boxer nach Hamburg verlegt.“

Offiziell will das Sauerland-Management dieses erst in den nächsten Tagen bekannt geben, sofern die noch fehlende Absegnung vom TV-Partner ARD erfolgt. Das Team hat aber nur noch knapp drei Wochen Zeit, um die rund 5.000 Tickets für die Veranstaltung zu verkaufen.

Der Hintergrund für die Kampfverlegung liegt aber hauptsächlich bei dem deutschen Fernsehsender ARD. Der Kampf von Powetkin gegen Rahman sollte im Vorprogramm des Schwergewichts-Kampfes zwischen den beiden Briten David Haye und Dereck Chisora stattfinden. Da die ARD wegen der Vorgeschichte der beiden ungehobelten Boxer von der Insel nicht im Umfeld des Kampfes auftauchen wollte, war eine Verlegung notwendig geworden. Beide Boxer hatten sich unter anderem im Februar auf einer Pressekonferenz in München, nach Chisoras Niederlage gegen Vitali Klitschko, sinnlos geprügelt.

Für Alexander Powetkin ist es der erste Auftritt seit seinem Punktsieg über seinen Stallkollegen Marco Huck, Ende Februar in Stuttgart. Auf den ungeschlagenen WBA-Champion Powetkin, der 16 seiner 24 Kämpfe durch K.o. gewann, wartet eine schwierige Aufgabe. Gegner „The Rock“ Hasim Rahman war schon Weltmeister. 2001 holte er sich mit einem K.o.-Sieg in der fünften Runde über Lennox Lewis die WM-Gürtel der Weltverbände IBF und WBC. Zwar verlor der Schwergewichtler aus Baltimore später den Rückkampf gegen den Briten, doch im Laufe seiner Karriere erarbeitete er sich gleich mehrmals neue WM-Chancen.

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