Moskau. Am Mittwoch ist die russische Eishockey-Legende Wladimir Krutow in einer Moskauer Klinik im Alter von nur 52 Jahren gestorben. Der linke Flügelstürmer erlag inneren Blutungen, nachdem er mit Blutungen in der Magengegend auf eine Intensivstation eingeliefert und anschließend in ein künstliches Koma versetzt worden war.

Wladimir Krutow starb fünf Tage nach seinem 52. Geburtstag. Der russische Eishockeyverband twitterte kurz: „Wir haben eine schreckliche Nachricht: Krutow ist tot.“

In seiner glanzvollen Karriere brachte es Krutow auf zwei Olympische-Goldmedaillen (1984 in Sarajevo und 1988 in Calgary), fünf Weltmeistertitel und einen Triumph am Canada-Cup. Darüber hinaus wurde er in den Jahren 1983, 1985 und 1987 in das All-Star-Team gewählt. Er gilt als einer der besten Spieler aller Zeiten.

Der russische Eishockeystar spielte von 1977 bis 1989 für ZSKA Moskau. 1989 wechselte Krutow für eine Saison in die NHL zu den Vancouver Canucks, ein Ausflug, der ihm sportlich nicht glückte. 1991 schloss er sich für zwei Saisons dem Zürcher SC an, wo er 38 Partien spielte.

Der kräftige, leicht untersetzte Athlet mit den flinken Händen stürmte in der legendären Reihe mit Igor Larionow und Sergej Makarow. Zusammen mit den Verteidigern Fetisow und Kasatanow galt dieser Block über viele Jahre als das Nonplusultra im Eishockey.

Der bekennende Raucher Krutow galt im privaten Kreis als geselliger Typ. Legendär war seine Verabschiedung vom Züricher SC. Krutow mietete einen Kombiwagen, mit dem er Hab und Gut eigenhändig nach Moskau fuhr, begleitet von einem Leibwächter, weil das Passieren der russisch-polnischen Grenze nicht ungefährlich gewesen sein soll.

2001 trat Wladimir Krutow, nach einem Schwächeanfall, von seinem Amt als Trainer bei ZSKA Moskau zurück. Krutow war verheiratet, sein Sohn Alexei Krutow ist ebenfalls ein professioneller Eishockeyspieler und stand auch vier Saisons in Zürich unter Vertrag.

Nachdem bereits im April Waleri Wassiljew nach langer schwerer Krankheit gestorben war, ist Wladimir Krutow bereits die zweite russische Eishockeylegende die dieses Jahr uns für immer verlassen hat.

Am 8. Juni soll auf dem Nowoluschinskom Friedhof in Moskau die Beerdigung stattfinden, dieses laut der Webseite „Hockey Legends“.

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