Russland geht als einzige Mannschaft ungeschlagen aus beiden Vorrundengruppen hervor.

Stockholm/Moskau. Die russische Eishockey-Nationalmannschaft hat ihre Siegesserie bei der Eishockey-Weltmeisterschaft in Finnland und Schweden fortgesetzt. Gegen Italien feierte das Team einen souveränen 4:0-Sieg (1:0, 2:0, 1:0). Pawel Datsjuk (10.), Jewgeni Kusnetsow (25.), Jewgeni Birjukow (29.) und Alexander Popow (54.) trafen für die Sbornaja.

Für beide Mannschaften war es das letzte Spiel in der Vorrunde. Die Italiener stehen nach ihrer Niederlage gegen Russland als Absteiger fest. Die Sbornaja bleibt dagegen weiterhin verlustpunktfrei – sie konnten alle ihre bisherigen Begegnungen gewinnen und unterstrichen stets ihre Titelambitionen. Russland wird am Donnerstag, verstärkt durch Owetschkin und Semin, gegen den Vierten aus der Vorrundengruppe B antreten.

 

Erste Drittel

 

Im ersten Drittel war Russland nicht so rasant und gnadenlos in diese Partie gestartet, wie man hätte erwarten können. Und die Italiener waren entgegen einigen Erwartungen alles andere als passiv und nur defensiv eingestellt. Sie versuchten immer wieder mit viel Arbeit und Hartnäckigkeit Torchancen herauszuspielen und waren so auch zu einigen guten Abschlüssen gekommen.

 

Trotzdem führte das russische Team mit 1:0, seit der 10. Minute. Das Tor war ein klassischer Beweis dafür, dass große Nationen die Fehler der Kleinen eiskalt ausnutzen. Nach einem Scheibenverlust der Italiener suchten die Verteidiger nur nach dem Puck und vergasen dabei völlig Pawel Datsjuk, welcher ohne Bedrängnis einschießen konnte.

 

Neben diesem Treffer kam Russland noch zu einigen guten Möglichkeiten, doch keine davon war wirklich zwingend. Das Schussverhältnis sprach nach dem 1. Drittel klar für Russland – fast doppelt so viele Scheiben wie die Italiener brachten sie aufs Tor. Trotzdem konnten die Russen ihren Gegner nicht so kompromisslos an die Wand spielen, wie einige gedacht hatten.

 

Zweite Drittel

 

In der Drittelpause gab es bei Russland einen Torhüterwechsel. Für den angeschlagenen Warlamow war Birjukow gekommen und gab bei diesem Turnier sein Debüt. Eine Schonungsmaßnahme für Warlamow, für das anstehende Viertelfinalspiel.

 

Die Sbornaja hatte im zweiten Drittel etwas aufgedreht und konnte ihre Führung um zwei Tore ausbauen. Zu Beginn des Drittels konnten die Italiener aber dennoch noch relativ gut mithalten, kamen auch selbst zu der einen oder anderen Chance. Doch gegen Ende schienen die Beine etwas müde zu werden und die Südländer rannten den Russen nur noch hinter her.

 

In der 25. Minute bestrafte das russische Team wieder einen Fehler der Italiener zum 2:0. Nach einer 2 gegen 1 Situation traf Kusnetsow ganz abgeklärt und ruhig zum 2:0. Nur vier Minuten später macht Russland alles klar. Auf eine perfekte Vorlage von Malkin knallte Birjukow die Scheibe von der blauen Linie aus Richtung Tor. Popow hatte dem italienischen Torhüter noch entscheidend die Sicht versperrt.

 

Jewgeni Malkin sammelte schon seinen 14. Skorerpunkt und baute seine Führung im Topscorer Ranking aus. Zudem hat er jetzt eine Bilanz von +12!

 

Das Resultat entsprach jetzt auch mehr dem Schussverhältnis, welches immer noch eindeutig für die Russen sprach. Neben dem erst 19-jährigen Kusnetsow, welcher das 1. Tor vorbereitet und das 2. gleich selbst erzielt hatte, war der Zuschauer auch in den Genuss von Malkins Repertoire an perfekten Pässen und super herausgespielten Aktionen gekommen.

 

Dritte Drittel

 

Im Schlussdrittel konnten die Italiener bis zur 51. Minute nur vier Schüsse auf das russische Tor verbuchen. Sie kamen gegen Russland nicht mehr wirklich an und konnten sich nur noch vereinzelt in die Offensive vorkämpfen.

 

Erwähnenswert war noch das 4:0 in der 54. Minute. Russland kam blitzschnell vor das italienische Tor und Popow netzt auf Zuspiel von Malkin und Pereschogin zum 4:0 ein. Der italienische Keeper Tragust sah bei diesem Gegentreffer nicht sehr glücklich aus.

 

Schluss, fertig, aus. Russland gewinnt wie erwartet mit 4: 0. Der Sieg des russischen Teams war nie gefährdet, die Italiener hatten trotzdem tapfer gekämpft. Die Sbornaja schließen die Gruppenphase also mit 21 Punkten aus sieben Spielen ungefährdet auf den ersten Platz der Gruppe Stockholm ab.