Moskau. Marija Scharapowa gilt als die beste Tennisspielerin Russlands. Aktuell belegt die Rechtshänderin den zweiten Platz in der Weltrangliste. Seit sieben Jahren war die 25-Jährige schon nicht mehr in Deutschland. Nun gibt sie hierzulande ihr Comeback im Rahmen des Turniers in Stuttgart.

Sie gilt als der absolute Superstar in der Tenniswelt und ist zudem die bestbezahlte Sportlerin der Welt mit millionenschweren Werbeverträgen. Auf der Tennistour gilt die 25-jährige Scharapowa als die Diva, die im Luxus schwelgt. Dementsprechend lange mussten die Veranstalter des Stuttgarter Turniers um die Weltranglisten-Zweite pokern. Denn mit einem Luxus-Cabrio, das der Siegerin als Preis winkt, lässt sich die Russin nicht so einfach ködern: „Ich kann mir so einen Sportwagen natürlich selber leisten“, sagte sie und fügte hinzu: „aber es wäre schon ganz nett, ihn zu gewinnen.“

Am Sonntagabend stand Scharapowa zum ersten Mal auf dem Platz, nachdem die deutschen Fed-Cup-Damen nur wenige Stunden zuvor eine herbe Pleite gegen Australien hinnehmen mussten. Der Tennisstar absolvierte mit dem schwedischen Trainer Thomas Hogstedt die ersten Trainingseinheiten auf dem Ascheboden in Stuttgart. Dabei verzog Scharapowa keine Miene und schien nur auf eines fokussiert: Den Sieg.

Aktuell führt für die Russin jedoch kein Weg an der aktuellen Weltranglisten-Ersten Victoria Azarenka aus Weißrussland vorbei, die in den Sportwetten vorne liegt. „Es ist bisher Azarenkas Jahr, sie tritt mit sehr viel Selbstvertrauen auf“, sagte Scharapowa, die kurz nach ihrer Trainingseinheit auf ihre Konkurrentin traf. „Wir haben überhaupt keine Beziehung zueinander“, sagte diese knapp, „wir kennen uns eigentlich nicht.“

Dabei werden die beiden in Stuttgart keine Gelegenheit haben, sich näher kennenzulernen, schließlich sind sie in unterschiedlichen Unterkünften einquartiert. Wobei Scharapowa ohnehin wenig an einer Freundschaft interessiert sein dürfte. Für sie zählt nur der Erfolg und das schon seit frühster Kindheit. Das hatte sich letztlich auch ausgezahlt, schließlich holte sie mit 17 Jahren den Titel in Wimbledon. Danach fiel Scharapowa ab, konnte sich aber in die Top 20 zurückkämpfen, ehe sie sich aktuell wieder auf den zweiten Platz der Weltrangliste vorkämpfte.

„Es ist toll, dass ich in der Lage bin, um Titel mitzuspielen“, sagte Scharapowa, „aber einen zu gewinnen, ist etwas ganz anderes. Diesen nächsten Schritt zu machen, ist mein Ziel.“ Leicht wird dieser nächste Schritt in Stuttgart nicht, schließlich sind dort 17 der 20 besten Spielerinnen am Start.

Christian Zander

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