Siehe auch rechts unsere Statistik – etwas nach unten scrollen.

Siehe auch rechts unsere Statistik – etwas nach unten scrollen.

Moskau. Spannender kann eine Finalserie im Eishockey nicht verlaufen – mit einem 5:2-Erfolg im sechsten Final-Spiel über Awangard Omsk konnte Dynamo Moskau im Finale um den Gagarin-Cup zum 3:3 ausgleichen. Nun findet das alles entscheidende Spiel sieben am Mittwoch in Omsk statt.

Vor 8.500 frenetisch mitgehenden Zuschauern in Moskau erwischte das Team von Oleg Snarok einen Start nach Maß, denn schon nach 53 Sekunden erzielte der finnische Weltmeister Leo Komarow das 1:0 für Dynamo. Omsk konnte durch Martin Skoula in der neunten Minute zum 1:1 ausgleichen, doch dann zog Dynamo durch Treffer von Denis Mosalew (16.) Filip Novak (19.) und Marek Kvapil (32.) auf 4:1 davon. Auch wenn im Eishockey viel geschehen kann, war damit eine Vorentscheidung in Spiel sechs gefallen. Im ersten und zweiten Drittel war Dynamo auch die bessere Mannschaft und führte somit hoch verdient.

Auch im letzten Drittel übernahm Dynamo sofort das Heft des Handelns und wollte die endgültige Entscheidung erzielen. Mit einem Spieler mehr auf dem Eis, bei Awangard saß noch ein Spieler zu Beginn des dritten Drittels für 1:50 Minuten auf der Strafbank, überrannte Dynamo Moskau seinen Gegner aus Omsk förmlich. Aus dieser Umklammerung konnte sich Awangard aber ab der 50. Minute etwas befreien und kämpfte jetzt seinerseits mit dem Mut der Verzweiflung, um das nächste Tor und vielleicht noch den Anschlusstreffer zu erzielen. So brachte auch Martin Skoula durch seinen zweiten Treffer Awangard noch einmal auf 2:4 (52.) heran.

In der 58. Minute wurde bei Omsk der Torwart durch einen sechsten Feldspieler ersetzt, um das Unmögliche zu schaffen. Doch Marek Kvapil beseitigte mit seinem achten Play-off-Treffer zum 5:2 in der 59. Minute alle Zweifel.

Damit schaffte Dynamo Moskau eine nicht mehr für möglich gehaltene Energieleistung. Das Team aus Moskau egalisierte einen 1:3 Rückstand in der Best-of-Seven Serie, um den Gagarin-Cup. Am Mittwoch hat Dynamo, auch wenn in Omsk gespielt wird, wieder alle Chancen auf den Titel.

Im entscheidenden siebten Spiel um den Titel in der Kontinental-Hockey-Liga (KHL) ist Dynamo jetzt nach ihrer famosen Aufholjagd im psychologischen Vorteil. Awangard hat zwei „Matchbälle“ zum Gewinn des Gagarin-Cups vergeben, einen davon zu Hause. Insgesamt hat Moskau von seinen drei Siegen im Finale zwei in Omsk erzielt. Für die Spieler von Awangard ist jetzt vor allem psychologische Aufbauarbeit gefragt.