In den Halbfinal-Spielen der KHL ist noch fast alles offen – sogar leichte Vorteile für die beiden Außenseiter.

In den Halbfinal-Spielen der KHL ist noch fast alles offen – sogar leichte Vorteile für die beiden Außenseiter.

Moskau. Die beiden Halbfinal-Spiele um den Gagarin-Cup in der Kontinental Hockey-Liga (KHL) entwickeln sich zu einem echten Krimi. Beide Favoriten, die die Vorrunden noch ganz klar für sich entscheiden konnten, sind bisher nicht ihrer Favoritenrolle gerecht geworden und suchen nach ihrer Form aus der bisherigen Saison.

Ach du dickes Osterei – im Ice Palast von St. Petersburg brodelte es gewaltig. 12.100 zahlende Zuschauer verließen enttäuscht das Stadion und waren stink sauer auf ihr eigenes Team. Trotz 37:28 Schüssen verspielte SKA auch das zweite Heimspiel gegen OHK Dynamo Moskau und unterlag aufgrund eines späten Gegentores mit 1:2.

Der 27-jährige tschechische Nationalspieler Marek Kvapil sorgte für Moskau mit seinem sechsten Play-off-Tor, 133 Sekunden vor Spielende für lähmendes Entsetzen im Ice Palast. Drei Minuten zuvor hatte noch Maxim Rybin für St. Petersburg ausgeglichen, doch das von Oleg Znarok taktisch hervorragend eingestellte Moskauer-Team ließ sich von seinem Weg nicht mehr abbringen. Jetzt kann Dynamo in seinen beiden Heimspielen den West-Konferenz-Titel gewinnen und sich für das Finale um den Gagarin Cup qualifizieren.

In der Ost Konferenz ist alles offen

 

Nach gutem Start für Traktor Tscheljabinsk in die Finalserie der KHL-Ost Konferenz musste die Mannschaft jetzt den Gesamt-Ausgleich kassieren. Mit 3:1 besiegten Traktor noch HK Awangard Omsk im ersten Spiel. Zwei Tage später konnte Omsk aber das Blatt drehen und gewann mit 2:3 nach Verlängerung in Tscheljabinsk. Bereits im ersten Spiel hatte Awangard mehr Spielanteile, was auch das Schussverhältnis von 38:20 für Omsk ausdrückte. Der Kanadier Michael Garnett hielt aber sein Traktor-Team im Spiel, während der finnische Nationaltorhüter Karri Rämö nur 18 Schüsse abwehren konnte. Für die Entscheidung sorgte der russische Nationalspieler Stanislav Chistow mit seinem sechsten Play-off-Tor, 32 Sekunden vor Spielende.

Siehe auch unsere Statistik, auf der rechten Seite – etwas nach unten scrollen.

Im zweiten Spiel konnte Omsk seine Überlegenheit aber nutzen und revanchierte sich erfolgreich für die unglückliche erste Niederlage. Perezhogin erzielte in der Verlängerung den entscheidenden Treffer für Awangard Omsk. Genau wie OHK Dynamo Moskau kann jetzt Omsk seine beiden Heimspiele nutzen, um dem Ost-Konferenz-Titel ein Stück näher zu kommen und sich für das Finale um den Gagarin Cup zu qualifizieren.

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Lev Prag in der KHL?

Am 29. März fand ein Treffen des Exekutivkomitees des CSLH, der Tschechischen Ice Hockey Association, statt, bei dem die Frage der Beteiligung des Hockey Club Lev Prag in der KHL diskutiert wurde. Die Mehrheit der Anwesenden befürwortete den Vorschlag, Lev Prag (vorher im slowakischen Poprad angesiedelt) die offizielle Erlaubnis für die Teilnahme an der KHL-Meisterschaft in der Saison 2012/13 zu geben.

„Der HC Lev Prag könne die KHL als ein tschechischer Klub spielen“, sagte der Präsident des Tschechischen Eishockeyverbandes Tomá Král am Donnerstag gegenüber Radio Prag. Král zufolge kam der Verband dem Antrag vom HC Lev entgegen, sich als Mitglied des Tschechischen Eishockeyverbandes registrieren zu lassen. Nach Erhalt der entsprechenden Antragsunterlagen der Kontinental Hockey-Liga wird eine Inspektion sicherstellen, dass der Verein die relevanten Kriterien für die Teilnahme an der Meisterschaft erfüllt.

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