Großer Sport und hart umkämpfte Partien. Die KHL-Play-offs begeistern die russischen Zuschauer.

Großer Sport und hart umkämpfte Partien. Die KHL-Play-offs begeistern die russischen Zuschauer.

Moskau. Am Mittwoch starten in der Kontinentale Hockey-Liga (KHL) die Finalspiele in den Conferences. Nicht wie in den Vorjahren steht dieses Mal kein Außenseiter im Halbfinale um den Gagarin-Cup. In dieser Saison kämpfen die formstärksten Mannschaften: SKA St. Petersburg, OHK Dynamo Moskau, Traktor Tscheljabinsk und HK Awangard Omsk um den Einzug ins Gagarin-Cup-Finale.

Großer Sport und hart umkämpfte Partien. Die KHL-Play-offs begeistern die russischen Zuschauer. In Moskau sind die Tickets knapp, in St. Petersburg träumen die Fans schon vom Titel und im Osten lieferten sich die Halbfinalisten zwei spannende Duelle auf Augenhöhe.

Die Liga startete in die Saison 2011/12 mit 23 Mannschaften aus fünf verschiedenen Ländern. Lokomotive Jaroslawl hatte seine Mannschaft aufgrund des Flugzeugabsturzes in Jaroslawl für diese Saison vom Spielbetrieb zurückgezogen. Der Sieger erhält am Ende der Spielzeit den Gagarin Cup, benannt nach dem sowjetischen Kosmonauten Juri Gagarin.

Ab Mittwoch, 28. März kommt es jetzt in der Western Conference zum Duell zwischen SKA St. Petersburg und OHK Dynamo Moskau. Ab Donnerstag, 29. März stehen sich in der Eastern Conference Traktor Tscheljabinsk und Awangard Omsk gegenüber.

In der Eastern Conference gewann Traktor Tscheljabinsk das sechste Spiel im Gesamt-Viertelfinale beim zweifachen Gagarin-Cup-Gewinner Ak Bars Kasan mit 4:1 und damit die Viertelfinal-Serie mit 4:2 (best of seven). Überragende Spieler bei Traktor war der zweifache Torschütze Jewgeni Kusnetsow. Der 19-jährige Jung-Star und Erstrunden-Draftpick der Washington Capitals, der noch im Achtelfinale fehlte, erzielte seine Play-off-Tore Nummer vier und fünf zum 2:1 und 4:1. Eine ganz starke Leistung zeigte auch der kanadische Torhüter Michael Garnett der 29 von 30 Schüssen abwehrte.

Als erster Teilnehmer für das Eastern-Conference-Finale hatte sich Awangard Omsk qualifiziert. Mit einem 3:2-Sieg nach Verlängerung, in der fünften Partie, über Metallurg Magnitogorsk hatte sich der Verein vom finnischen Trainer Raimo Summanen durchgesetzt. Summanen ist ein Trainer, dessen KHL-Karriere eigentlich schon beendet war.

Ein ruhiger Mensch ist Raimo Summanen nie. Aufbrausend, impulsiv, mitunter aggressiv vertritt der finnische Trainer seine Ansichten. Jetzt steht er mit Awangard Omsk im Finale im Osten. Auch weil er aus seinen Fehlern im Vorjahr gelernt hat. Metallurg Magnitogorsk hatte vor einem Jahr die Karriere von Summanen in Frage gestellt. Damals standen sich beide Teams ebenfalls im Halbfinale gegenüber. Ein Spiel sieben musste über das Weiterkommen entscheiden. Doch Trainer Summanen war nicht dabei. In der Nacht vor der Partie wurde er entlassen – Grund waren seine Ausraster.

Im Westen konnte sich SKA St. Petersburg mit 4:2 nach sechs Spielen (best of seven) gegen Atlant Moskau, mit den deutschen Nationalspielern Eduard Lewandowski und Dimitrij Kotschnew, durchsetzen. OHK Dynamo Moskau  gewann ebenfalls mit 4:2 gegen Torpedo Nischni Nowgorod.

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Ligapräsident Alexander Medwedew sorgte auch mal wieder für negative Schlagzeilen. Mit einem völlig unpassenden Thema. Mitten in den Play-offs, wenn sich Fans und Verantwortliche erwartungsvoll auf den Sport konzentrieren, öffnete der KHL-Präsident erneut die viel diskutierte Schublade der Erweiterung der Liga in Richtung Europa.

Statt in Leipzig, Düsseldorf und Hannover sind diesmal die Fans in Tschechien und der Slowakei aufgeschreckt. Denn während einer Pressekonferenz kündigte Medwedew an, dass Liga-Neuling Lev zur neuen Saison von Poprad nach Prag umsiedeln wird. Gleichzeitig soll mit Slovan Bratislava ein zusätzlicher neuer und traditionsreicher Standort entstehen. Warten wir ab – Herr Medwedew ist bekannt für solche voreiligen Bekanntgaben.

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