Der emotionale Lohn für einen Olympiasieg ist meist höher als das Finanzielle.

Moskau. Für den Gewinn einer Goldmedaille bei den Olympischen und Paralympischen Spielen 2012 in London erhalten russische Athleten eine Prämie von vier Millionen Rubel (100.000 Euro). Ein Silber-Medaillengewinner erhält 2,5 Millionen Rubel (62.500 Euro) und für eine Bronzemedaille gibt es 1,7 Millionen Rubel (42.500 Euro).

Ein entsprechendes Dokument unterzeichnet am 26. Januar Ministerpräsident Wladimir Putin. In dem Dokument, welches auf der Webseite der Regierung von Russland ab heute veröffentlicht ist, ist auch die Höhe der Prämien für Trainer und Experten-Teams geregelt, die die Voraussetzung für eine olympische Medaille ihrer Sportler schufen.

Die Höhe der Prämien wurde in gemeinsamer Abstimmung von Sportministerium, dem Olympischen und Paralympischen Komitee und dem Finanzministerium von Russland festgelegt. Die Prämien werden sich im Rahmen der Haushalts-Bewilligungen verwirklichen, die vom Sportministerium im Staatshaushalt 2012 vorgesehen sind.

Bei den letzten Olympischen Sommerspielen 2008 in der chinesischen Hauptstadt Peking gewannen russische Sportler:

23 Gold- , 21 Silber- und 29 Bronzemedaillen.

Bei den darauffolgenden Sommer-Paralympics gewannen russische Sportler mit einer körperlichen Behinderung:

18 Gold- , 23 Silber- und 22 Bronzemedaillen.

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Olympiasieger werden bei einem Sieg gefeiert. Anschließend richtig abkassieren – das erträumen sich die erfolgreichsten unter den Athleten. Doch nur wenige erhalten anschließend wirklich gute Sponsorenverträge. Da ist eine Prämie in Höhe von 100.000 Euro für viele Sportler eine wundervolle Aufwandsentschädigung für ihr jahrelanges Training und für ihre Entbehrungen.

Langfristig verpufft der Glanz einer Goldmedaille oftmals rasch. Das ist insbesondere dann der Fall, wenn Faktoren wie die Persönlichkeit des Sportlers, nationale und internationale Relevanz sowie Inszenierung und Historie der Sportart zu keiner fruchtbaren Allianz gelangen. Mit anderen Worten: Gute, eigensinnige Leichtathleten haben es leichter als gesellige Trampolinspringer ihren Sport auch zu Geld zumachen.

Die wenigsten Olympiasieger wurden für den Rest ihres Lebens reich und berühmt, meist dafür jedoch emotional in einer Art und Weise belohnt, wie es kaum ein anderes Ereignis vermag.

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