Moskau. Vor 46.512 frenetischen Zuschauern schaffte Zenit St. Petersburg ein 0:0 Unentschieden beim FC Porto und erreicht damit als Gruppenzweiter das Achtelfinale der Champions League. Wjacheslaw Malafeew glänzte dabei mit mehreren Weltklasse-Paraden.
Die Portugiesen wurden damit in die Europa League verbannt, wo sie auch Titelverteidiger sind.

Die Hausherren ergriffen im Estadio do Dragao von Beginn an die Initiative und erspielten sich dabei Chancen im Minutentakt. Die erste gute Möglichkeit gehörte Djamala: Der Porto-Spieler scheiterte bereits in der 6. Minute freistehend am Zenit-Torwart Malafeew, der mit einem hervorragenden Reflex den Versuch vereiteln konnte. Die Portugiesen erspielten sich nur bereits 180 Sekunden später eine weitere Torchance – Hulks Kopfball hielt Malafeew jedoch problemlos. In der 15. Spielminute versuchte James Rodriguez mit einem kraftvollen Schuss aus spitzem Winkel den Führungstreffer zu erzielen, doch der Malafeew glänzte erneut mit einer Weltklasseparade.

Nach den ersten 30 Minuten zog sich Zenit komplett in die eigene Defensive zurück und versuchte nur sporadisch Konterangriffe vorzutragen. Die 8:1-Torschüsse nach der ersten halben Stunde belegten, dass Porto wesentlich offensiver agierte. Der auffallende Hulk vergab zwei Minuten vor dem Halbzeitpfiff eine weitere hochkarätige Torchance. Der Brasilianer setzte sich gegen zwei Zenit-Verteidiger durch und versuchte es anschließend mit einem flachen Torschuss vom Strafraumeck – Malafeew reagierte erneut blitzschnell und lenkte das Spielgerät zum Eckstoß ab.

Der portugiesische Meister ließ auch zu Beginn des zweiten Spielabschnitts nicht nach. In der 49. Spielminute verfehlte Djamala nur um wenige Millimeter eine Hulk-Hereingabe aus aussichtsreicher Position. Die Spieler von Zenit konzentrierten sich weiterhin nur auf die Defensivleistung und die hervorragende Tagesform von Malafeew. Der russische Nationaltorwart parierte erst in der 64. Minute einen Distanzschuss von Moutniho und glänzte auch knapp 15 Minuten später, als er aus kürzester Distanz den Schussversuch von Rodriguez halten konnte. In der Schlussphase gelang es den Gastgebern nicht zwingend gefährlich zu werden, da Zenit tadellos verteidigte.

Zenit qualifizierte sich mit dem 0:0 für das Achtelfinale, obwohl die Mannschaft kein einziges Auswärtsspiel gewinnen konnte. Zenit ist Gruppenzweiter hinter dem erstaunlichen APOEL Nikosia, der bereits vor dem letzten Spiel gegen Schachtjor Donezk als erstes zypriotisches Team für die K.o.-Runde qualifiziert war und prompt gegen die bereits ausgeschiedenen Ukrainer die erste Niederlage (0:2) in der Gruppenphase einstecken musste.

Erstmals seit 2005/06 ist der FC Porto damit in den Achtelfinals der Königsklasse nicht mehr dabei, nachdem der ungeschlagene Tabellenführer der laufenden portugiesischen Meisterschaft 2004 die Champions League gar gewonnen hatte. Der FC Porto spielt jetzt als Gruppendritter zu Beginn des EM-Jahres in der Europa League weiter.

Die Abschluss-Tabelle der Gruppe G:

Mannschaft Pkt Sp S U N T  
APOEL 9 6 2 3 1 6:6  
Zenit 9 6 2 3 1 7:5  
FC Porto 8 6 2 2 2 7:7  
Schachtjor 5 6 1 2 3 6:8  

Harald Gleißner/sotschi-2014.RU