Moskau. Der WM-Kampf von Boxweltmeister Wladimir Klitschko am kommenden Samstag in Düsseldorf gegen den Franzosen Jean-Marc Mormeck ist gefährdet. Klitschko musste gestern mit einem Rettungshubschrauber in ein Krankenhaus in Innsbruck geflogen werden. Nach einer ersten Diagnose hat er eine Nierenkolik – ein Nierenstein steckt demnach im Harnleiter fest. Heute muss er sich an den Nieren operieren lassen.

Der ukrainische Box-Weltmeister im Schwergewicht nach Version der IBF, WBO, WBA und IBO, Wladimir Klitschko, wurde am Freitag aufgrund großer Schmerzen im Harnleiter aus dem Fünf-Sterne-Hotel Stangl­wirt in den Tiroler Alpen mit einem Rettungshubschrauber in eine Klinik nach Innsbruck geflogen, wo eine Nierenkolik diagnostiziert wurde.

Er habe nicht mehr gerade gehen können, so groß seien die Schmerzen gewesen, berichtet die österreichische Tageszeitung „Österreich”. Ein Nierenstein steckt demnach im Harnleiter fest.

Klitschkos Manager Bernd Bönte sagte noch am Freitag gegenüber „Österreich”: „Wir hoffen, dass der Stein übers Wochenende abgeht. Wir planen ganz normal weiter.”

Jetzt hat sich die Lage aber geändert: Der Schwergewichtschampion muss sich heute an den Nieren operieren lassen. Das bestätigte heute Klitschkos Manager Bernd Bönte dem Sportsender „Sky Sport News HD“. Erst nach der OP entscheide sich, ob der Kampf steigen kann oder nicht.

Der Internist des Krankenhauses, Dr. Bernhard Richter, wird von „Österreich“ mit den Worten zitiert: „Sollte sich der Stein tatsächlich schnell lösen, dann wäre ein Kampf sogar möglich. Aber so ungefährlich ist diese Sache nicht. Die große Frage ist, was für zusätzliche Probleme aufgetreten sind.“

Der 35-jährige Klitschko wollte das Trainingslager in Going am Freitag beenden, um am Montag nach Düsseldorf zu reisen. Gegen den 39-jährigen Mormeck will der Ukrainer seinen 20. WM-Kampf bestreiten. Zuletzt hatte er am 2. Juli in Hamburg gegen den Briten David Haye nach Punkten gewonnen.

Harald Gleißner/sotschi-2014.RU