Moskau. Beim Fed-Cup-Finale in Moskau fiel die Entscheidung erst im abschließenden Doppel. Dieses entscheidende Doppel verloren Maria Kirilenko und Elena Wesnina gegen die beiden Tschechinnen Lucie Hradecka und Kweta Peschke mit 4:6 und 2:6. Damit hat Tschechien zum ersten Mal in seiner Landesgeschichte den Fed Cup gewonnen und Russland den fünften Sieg seit 2004 knapp verpasst.

Das Fehlen der beiden derzeitigen besten russischen Tennis-Spielerinnen – Maria Scharapowa und Vera Zwonarewa, machte sich am Ende doch schmerzlich für das russische Team bemerkbar. Beide Spielerinnen mussten wegen Verletzungen das Fed-Cup-Finale absagen.

Swetlana Kusnezowa verliert das Spitzenspiel – 1:2 für Tschechien

Am zweiten Final-Tag brachte zuerst die Tschechin Petra Kwitowa ihr Land mit 2:1 in  Führung. Petra Kvitova siegte mit 4:6, 6:2, 6:3, im Match der beiden Spitzenspielerinnen, gegen Swetlana Kusnezowa.  Damit blieb Kwitowa in ihrem 21. Hallenmatch in diesem Jahr ungeschlagen.

In diesem hart umkämpften Match gab es im ersten Satz ein Break-Festival (Kusnezova: vier Breaks, Kvitova: drei Breaks). Am Ende behielt aber Swetlana Kusnezowa die Oberhand. Danach stabilisierte Kwitowa ihren Aufschlag und holte sich schnell den Satzausgleich. Im Dritten und entscheidenden Satz führte Kusnezowa bereits mit 3:0, doch die tschechische Weltmeisterin spielte weiter ihr offensives Angriffstennis und konnte danach sechs Spiele hintereinander gewinnen. Kusnetsowa, die sich zwar in der Defensive bravourös verteidigte, gelang einfach kein Spielgewinn mehr. Nach 2:13 Stunden nutzte Kwitowa ihren zweiten Matchball. Damit war die Niederlage für Kusnezowa besiegelt und Russland lag 1:2 im Rückstand.

Anastasia Pawlijuschenkowa schafft den Ausgleich zum 2:2

Im zweiten Match des Tages schlug Anastasia Pawlijuschenkowa die Tschechin Lucie Safarowa ganz sicher mit 6:2, 6:4 und glich in der Moskauer Olympiahalle zum 2:2 aus.

Anastasia Pawlijuschenkowa ersetzte am zweiten Tag Maria Kirlenko. Dabei bewies Russlands Fed-Cup-Chef Schamil Tarpischew ein glückliches Händchen. Er brachte nach der Niederlage von Swetlana Kusnetsowa, anstatt der vorgesehen Maria Kirilenko, lieber Anastasia Pawlijuschenkowa. Diese rechtfertigte das Vertrauen ihres Trainers vollends und ließ Safarowa keine Chance. Die Tschechin verlor damit auch ihr zweites Einzel glatt in zwei Sätzen.

Das Doppel musste die Entscheidung bringen

 

Die Entscheidung fiel nun im Doppel zwischen Maria Kirlenko, die anstatt im Einzel im Doppel antrat, und Elena Wesnina gegen die beiden Tschechinnen Lucie Hradecka und Kweta Peschke. Dabei war die Favoritenrolle sehr offen.

In einem Match mit vier sehr starken Doppelspielerinnen versetzten aber Lucie Hradecka (WTA-Doppel 15) und Kweta Peschke (WTA 2) ihr Land in einen Freudentaumel und schlugen Maria Kirilenko (WTA Doppel 7) und Elena Wesnina (WTA 10) mit 6:4, 6:2. Hradecka und Peschke lagen im ersten Satz zunächst mit Break zurück, ehe sie die Kontrolle komplett übernahmen und diese auch nicht mehr aus der Hand (vom Schläger) gaben.

Damit ist Tschechien Nachfolger von Italien, das 2010 Rekordsieger USA bezwungen hatte.

Tschechien muss am 4. und 5. Februar 2012 als Titelverteidiger zum Auftakt in Deutschland antreten.

Harald Gleißner/sotschi-2014.RU