Olympia 2014 - ein nationales Prestigeprojekt, das zum wachsenden Selbstbewusstsein der Russen passt. Russland versteht sich als globaler Player mit grandiosen Visionen.

Olympia 2014 – ein nationales Prestigeprojekt, das zum wachsenden Selbstbewusstsein der Russen passt.

Moskau. Sportliche Großveranstaltungen wie die Olympischen Winterspiele 2014 in Sotschi können und müssen zur Verringerung von Umweltschäden beitragen. Es gibt immer noch große Unterschiede zwischen dem Umweltbewusstsein in der EU und in Russland. Ein Zustand, den Sotschi in der Hoffnung der Veranstalter ändern wird.

Der Präsident und Vorstandschef des Sotschi 2014-Organisationskomitees Dmitri Chernischenko sagte vor dem Europaparlament dazu: „Es ist meine volle Überzeugung, dass das Umweltprogramm von Sotschi 2014 unseren Verantwortlichen für das Land eng am Herzen liegt.“ Weiterhin betonte er: „Die Vorbereitungen der Olympischen Spiele in Sotschi bieten eine wunderbare Gelegenheit, dass ökologische Bewusstsein der Menschen in unserem Land zu stärken“.

Russlands allererstes Öko-System „Grüner Standard“ ist bei der Errichtung der verschiedensten olympischen Sportstätten und Gebäuden bereits eingesetzt worden. Zu diesem Öko-System „Grüner Standard“ gehört zum Beispiel, dass der gesamte Aufbau nur mit umweltfreundlichen Materialien ausgeführt wird. Weiterhin werden ausgleichende Projekte realisiert – ein Umpflanzen der Flora und Fauna, weiter weg von Baustellen, damit die Schäden an der Natur verringert werden. Außerdem werden überall Wasserwiederverwertungssysteme eingesetzt, mit denen Regen und Schmelzwasser gesammelt und bearbeitet werden.

Neue geschützte und natürliche Gebiete werden geschaffen. So wird ein 200 ha großer ornithologischer Park errichtet. Ein wissenschaftliches Umweltzentrum wird in der Olympiastadt gegründet. Sotschi bekommt neue Straßen, neue Energieversorgungssysteme und moderne Wasserverwaltungssysteme, während das Krasnodar Gebiet aus einer umweltfreundlichen elektrischen Eisenbahn, zwischen Krasnaya Polyana und Imeretinskaya Tal, einen Nutzen ziehen wird.

Das Organisationskomitee schließt auch die Bevölkerung von Sotschi in Projekte, wie eine „Öko-Sonderkommission“, aktiv mit ein. Um zu helfen, die Küsten des Schwarzen Meeres zu schützen, beim Pflanzen von Bäumen zu helfen oder um spezielle Schulklassen für die Ökologie zu begeistern. Mit Hilfe dieser „Öko-Sonderkommission“ soll das Bewusstsein der gesamten Bevölkerung für die Wichtigkeit des Umweltschutzes gefördert werden.

Viele Ökologen kommen aus ganz Russland als Freiwillige nach Sotschi. Sie spielen eine entscheidende Hauptrolle in diesem Prozess und werden mit ihrer Teilnahme an allen diesen Tätigkeiten einen umweltfreundlichen Geist überall in Russland verbreiten.

Internationale grüne Organisationen sind vor Ort und arbeiten mit den einheimischen Ökologen zusammen. Das Organisationskomitee arbeitet unter anderem auch mit Worldlife Weltfonds, Greenpeace und der UNESCO zusammen. Eine Übereinstimmung mit dem Umweltprogramm der Vereinten Nationen (UNEP) wurde vor zwei Jahren ebenfalls unterzeichnet.

Die Beliebtheit von Sotschi 2014 in Russland hat das Umweltbewusstsein und die neuerfundene Anerkennung für die Umwelt gefördert. Insgesamt werden mehr als 1.5 Milliarden Euro für Umweltschutz-Maßnahmen ausgegeben. Dieses unterstreicht die Wichtigkeit für Russland, unsere Umwelt heute und für zukünftige Generationen zu schützen.