Sotschi ist eine Stadt am Schwarzen Meer in Russland. Sie liegt in der Region Krasnodar nahe der Grenze zu Georgien und hat 341.902 Einwohner (Stand 2010). Sotschi ist einer der beliebtesten Bade- und Kurorte Russlands. Die Stadt ist Austragungsort der Olympischen Winterspiele 2014 und Spielstätte bei der Fußball-Weltmeisterschaft 2018, zudem soll der Große Preis von Russland der Formel 1 in Sotschi stattfinden.

Vom 6. bis 15. Jahrhundert gehörte das Gebiet den Königen von Georgien, die dort ein Dutzend Kirchen erbauten. Im Ortsteil Loo steht die Ruine einer byzantinischen Basilika aus dem 11. Jahrhundert. Ab dem 15. Jahrhundert wurde die Küste vom Osmanischen Reich kontrolliert. Nach dem Russisch-Türkischen Krieg 1828–1829 wurde es 1829 mit dem Frieden von Adrianopel vertraglich an Russland abgetreten.

Sotschi wurde 1838 als Fort und Siedlung Alexandrija gegründet. In dieser Zeit entstanden auch weitere Befestigungsanlagen, die später die Kerne heutiger Stadtteile bildeten, so das Fort des Heiligen Geistes (Fort Swjatowo Ducha, 1837, heute Adler), Lasarewski und Golowinski (1839, heute Lasarewskoje und Golowinka). 1839 erfolgte die Umbenennung des Forts Alexandrija in Nawaginskoje, nach dem Namen des dort stationierten Regimentes.

Im Krimkrieg wurde das Fort vorübergehend aufgegeben, 1864 jedoch unter dem Namen Dachowski-Posten (Post Dachowski, wieder nach dem dort stationierten Regiment) wieder errichtet. Später verlor der Posten seine militärische Bedeutung und 1874 erfolgte die erneute Umbenennung in Dachowski Possad. 1896 erhielt die Siedlung ihren heutigen, von der ubychischen Bezeichnung des durch den Ort fließenden Flüsschens, Soatschsche, abgeleiteten Namen (bzw. von der adygeischen Version Schatscha).

Die auf dem Territorium der heutigen Stadt Sotschi siedelnden kaukasischen Völker (Sadsen um das heutige Adler, Ubychen um Sotschi-Zentrum und Golowinka, Schapsugen um Lasarewskoje) wurden im Verlaufe des 19. Jahrhundert von den zuwandernden Russen größtenteils verdrängt.

Anfang des 20. Jahrhunderts begann Sotschis Entwicklung zu einem Bade- und Kurort der russischen Oberschicht. 1902 begann die Nutzung der Sulfid-Chlorid-Natrium-Heilquellen von Mazesta. 1909 eröffnete der Kurort Kaukasische Riviera mit zunächst zwei Hotels.
1917 erhielt Sotschi das Stadtrecht.

Nach der russischen Oktoberrevolution, am 29. Juni 1918, besetzten die georgische Armee und abchasische Freiwillige die Stadt Adler, am 6. Juli stand Sotschi unter georgischer Kontrolle. Im Jahre 1919 am 26.Januar griffen die Freiwilligen und Soldaten der Armee von Denikin Sotschi an. Großbritannien, das die Souveränität Georgiens garantierte, griff nicht ein. Nach mehreren Kämpfen verließ die georgische Armee Sotschi, die georgische Bevölkerung der Stadt war schutzlos und wurde von den Russen vertrieben.

Die Stadt entwickelte sich in der Sowjetunion zu einem der populärsten Badeorte. Josef Stalin ließ in der Umgebung eine seiner Datschen errichten. Der russische Staat unterhält mit Botscharow Rutschei auch heute eine Präsidentenresidenz bei Sotschi, in der das Staatsoberhaupt auch ranghohe Gäste empfängt. Seit 1937 gehört Sotschi zur Region Krasnodar.

Im Zweiten Weltkrieg dienten die Sanatorien und Erholungsheime der Stadt als Lazarette. Hier wurden über 500.000 verwundete Soldaten der Roten Armee behandelt.
Am 10. Februar 1961 wurden zwei benachbarte Rajons, Lasarewskoje und Adler, eingemeindet, womit das heute existierende und manchmal Groß-Sotschi (Bolschoi Sotschi) genannte administrative Gebilde entstand.

Nach dem Zerfall der Sowjetunion büßte Sotschi für einige Zeit ihren hohen Rang als Urlaubsparadies ein. Aber jetzt, im Vorfeld der Olympischen Winterspiele 2014, schafft Sotschi einen gewaltigen Durchbruch zur Zukunft, auf das Niveau einer echten internationalen Urlaubsstadt des neuen Jahrhunderts.

Heute besuchen bereits wieder Millionen Touristen jährlich die schönsten Gegenden, die Sotschi zu bieten hat: Die "russische Riviera" lädt zum Baden, Tauchen, Segeln und Surfen im Schwarzen Meer ein, aber auch im Winter zu einen erholsamen Winterurlaub. Die subtropische Vegetation stellt sich als einzigartige Parklandschaft dar. Hier befinden sich auch die nördlichsten Teeplantagen der Welt, deren Ernte von Teekennern aus aller Welt geschätzt und vor Ort verköstigt wird.

Viele historische Denkmäler sind über den Bezirk verteilt: die Ruine einer mittelalterlichen Kathedrale und uralte steinerne Grabanlagen zeugen von einer Geschichte bis in die Steinzeit zurück.

Das Freizeitangebot reicht von Wanderungen, Reitausflügen und Bergsteigen bis zum beschaulichen Besuch eines idyllischen Lokals, in dem man die Weine der Region probieren kann. Nachtschwärmer finden in Diskotheken ihr Vergnügen.

Die Stadt Sotschi verfügt über eine Vielzahl verschiedenster Kur-, Heil- und Erholungseinrichtungen, Sanatorien, Hotels und Pensionen. Reichhaltige Vorkommen an unterirdischen Mineralwässern verschiedenster Zusammensetzung und große Vorkommen von Heilschlämmen befinden sich in dieser Region. Die Heilschlammlagerstätte Imeretinskoje, die im Bezirk Adler liegt, erstreckt sich über eine Fläche von ca. 400.000 Quadratmetern. Die Vorräte betragen über 2,5 Mio. Tonnen. Die Heilschlämme von Adler verfügen über eine gute Wärmehaltungsfähigkeit und hohe Plastizität. Die bekanntesten Lagerstätten dieser Art befinden sich in Staraja Russa, Chaapsalu und Sadgorod.

Die komfortablen Unterbringungsmöglichkeiten, das attraktive Kurangebot und die warme Sonne, das Meer, schneebedeckte Berge, die reine Luft, die Mineralwässer und Heilschlämme haben Sotschi zur „Hauptstadt der russischen Kurorte“ gemacht.

Sotschi ist eine der attraktivsten russischen Regionen für Investitionen. Der Sanatoriums- und Kurortbereich ist der größte in Russland. In der Stadt sind über 50 % des gesamten Kurortpotentials der Region Krasnodar konzentriert. Nach der Vergabe der Olympischen Winterspiele 2014 an Sotschi wird die Stadt für Investoren noch interessanter. Alle 13 Sportstätten müssen neben dem Olympischen Dorf in den nächsten Jahren gebaut werden. Dazu kommen u. a. der Ausbau des öffentlichen Regionalverkehrs und der Fernverbindungen sowie Investitionen in den Gastronomie- und Hotelleriebereich. Weiterhin wurden eine Anzahl von Sonderprogrammen vorgestellt. So wurde erst vor kurzem der Ausbau des Hafens von Sotschi als Touristik-Terminal für knapp 400 Millionen US $ angekündigt.

An der Realisierung der vorliegenden Investitionsprogramme im Rahmen der Olympischen Winterspiele können neben Großunternehmen auch mittelständische Unternehmen teilnehmen. Die russischen Auftraggeber suchen Unternehmen, um deren Know-how in die Projekte einzubringen. Im Rahmen der Investitionsprogramme wird es eine Vielzahl von speziellen Gewerken geben, die für Unternehmen mit speziellem Profil interessant sind. Russische Bauunternehmen suchen nach ausländischen Partnern mit entsprechendem Sachverstand, um sich erfolgreich an den Programmen zu beteiligen.

Das Spektrum der Investitionsprojekte ist entsprechend der Aufgabenstellung sehr umfassend. Dennoch können einige Schwerpunkte genannt werden: Straßenbau, Sportstätteninfrastruktur, Abfall- und Abwasserbehandlung, Spezialbau (Hafenbau), Innenausbau (Hotels und Sanatorien), Hochbau (Verwaltungen, Hotels). Daneben gibt es starkes Interesse, die unterschiedlichsten Dienstleistungen internationalen Standards anzupassen und so die Region auf Besucher aus dem Ausland vorzubereiten.


Quelle: Wikipedia